Burgen
Von der Burg aus der Zeit Kasimirs des Großen in Wieluń blieben nur die gotischen Keller, doch ihre Geschichte reicht in die Zeit zurück, als die Stadt Hauptstadt des Wieluńer Landes war. Der Chronist Jan z Czarnkowa schreibt den Bau der Festung Kasimir dem Großen zu, der nach dem Stadtbrand von 1335 Wieluń mit Mauern und einer Burg umgab; die erste Wehranlage wurde bereits 1311 erwähnt.
Die Festung war in die Stadtmauer eingebunden und diente als Zentrum königlicher Güter und der Gerichtsbarkeit — Urkunden von 1388 und 1393 nennen sie in castro Vielunensi. 1656 steckten die Schweden sie in Brand, aus Rache für die Rückeroberung der Stadt; danach wurde sie wiederaufgebaut.
Am 18. März 1791 brannte die Burg zum zweiten Mal — ausgelöst durch erhitztes Kochöl. Nur der Turm und Mauerreste blieben. 1837 errichtete Fryderyk August Goleński auf den alten Fundamenten ein klassizistisches Palais mit einem Portikus auf vier Säulen.
Das Gebäude an der ul. Królewska, im Park neben dem Rathaus, beherbergt heute das Starostei und das Stadtamt. Die Innenräume sind Amtsräume, doch Portikus und Keller — 1967 in das Denkmalregister eingetragen — lohnen jederzeit einen Blick von außen.
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