Denkmäler
Etwa 2 km von der Straße Wieluń–Kłobuck, versteckt zwischen Bäumen, steht in Grębień die hölzerne Dreifaltigkeitskirche von um 1500 — eine der ältesten Kirchen der berühmten Wieluń-Gruppe. Ihr größter Schatz ist nicht der Bau, sondern die Wandmalereien aus der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts.
Der größte Schmuck der Kirche ist die gotisch-renessanczeitliche Polychromie, gestiftet vom Primas Jan Łaski in den Jahren 1520–1531. Weltliche Motive waren damals neuartig — auf der Gewölbedecke zeigen sich u. a. der polnische Adler und ein wandernder Fiedler mit den polnischen Skrzypce, datiert auf 1530. Letzteres Bild fand einen eigenen Platz in der Erforschung alter Volksmusik: Es ist einer der ältesten ikonografischen Belege für ein polnisches Streichinstrument.
Die Kirche ist hölzern, von einem hohen Schindeldach bedeckt, mit einem Turm, der kaum über den First hinausragt — das Vorbild der ganzen Wieluńer Kirchenfamilie. 1900–1914 ergänzte man Sakristei und Vorhalle, doch der spätmittelalterliche Kern blieb unangetastet. Die Geschichte des Dorfes ist älter als die Kirche: Grębień besteht mindestens seit dem 13. Jahrhundert, und seine Anfänge reichen zu einem Bestattungsplatz der Lausitzer Kultur von vor fast dreitausend Jahren zurück.
Grębień liegt 9 km südlich von Wieluń in der Gemeinde Pątnów; die Anfahrt ist bequem über die DK45. Die Kirche steht abseits der Bebauung — parken Sie an der Nebenstraße und gehen Sie die letzten Meter zu Fuß. Das Innere samt Polychromie besichtigen Sie nach Absprache mit der Pfarrei; verbinden Sie den Ausflug mit den Kirchen in Kadłub und Gaszyn, gut zehn Minuten Fahrt entfernt.
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