Denkmäler
Pątnów, Łódź
Von außen ist es ein bescheidenes, mit Brettern verschaltes Kirchlein, versteckt zwischen Bäumen auf dem alten Kirchhof. Im Inneren wartet jedoch eine Decke mit Renaissancemalereien aus den Jahren 1520–1531, auf der neben religiösen Szenen der Jagiellonen-Adler und zwei Musikanten in zeitgenössischer Tracht zu sehen sind – weltliche Motive, die für eine Kirche dieser Zeit außergewöhnlich sind. Die Dreifaltigkeitskirche in Grębień, um 1500 erbaut, gehört zu den wertvollsten Baudenkmälern des Wieluńer Landes.
Grębień gehörte bereits 1299 den Erzbischöfen von Gniezno (Gnesen), und 1470 wird hier eine Kapelle der Pfarrei Kadłub erwähnt. Die heutige Kirche entstand Ende des 15. oder Anfang des 16. Jahrhunderts – die Datierung stützt sich vor allem auf Untersuchungen der Malereien. Laut der Gemeinde Pątnów wurde sie höchstwahrscheinlich von Erzbischof Jan Łaski gestiftet. Die Kirche hatte vermutlich zwei Patrozinien: Eine Urkunde von 1522 nennt sie St. Hedwig, eine Beschreibung von 1668 Heilige Dreifaltigkeit.
1719 übertrug das Gnesener Domkapitel das Kirchenland dem Pfarrer von Kadłub mit der Auflage, das Gebäude instand zu halten; eine Urkunde von 1720 erwähnt erstmals die Malereien. Der Glockenturm wurde 1810–1816 erneuert, 1900 kam eine neue Vorhalle hinzu, um 1914 die Sakristei. Seit 1904 ist die Kirche Filiale der Pfarrei Dzietrzniki. Die Malereien wurden 1952–1958 restauriert, und 1998–2001 ersetzte eine Generalsanierung die Schwellbalken und die gesamte Dachdeckung durch neue gespaltene Espenschindeln.
Der Bau ist ein Musterbeispiel des sogenannten Wieluńer Typs: ein annähernd quadratisches Schiff in Blockbauweise, ein etwas schmalerer Chor, ein gemeinsames Schindeldach und ein sich nach oben verjüngender Westturm. Im Inneren gibt es zwei Malschichten:
Der Überlieferung nach war das Triptychon der Feldaltar des Großhetmans Jan Zamoyski in der Schlacht bei Byczyna (Pitschen) 1588, und in der Kirche soll Hołubek begraben sein, Anführer der Bergleute aus Olkusz, der in dieser Schlacht fiel – eine lokale Erzählung, keine belegte Tatsache. Archäologen fanden im Dorf außerdem ein Brandgräberfeld der Lausitzer Kultur aus dem 9.–7. Jahrhundert v. Chr.
Das Innere ist meist verschlossen. Am sichersten gelangen Sie sonntags nach der Messe um 10:00 Uhr hinein; an anderen Tagen vereinbaren Sie einen Besuch mit dem Pfarrer in Dzietrzniki (Tel. +48 43 886 56 17). Der Eintritt ist frei, 30 Minuten genügen für die Malereien – nehmen Sie ein Fernglas oder eine Kamera mit Zoom mit, denn die schönsten Szenen befinden sich an der Decke. Grębień liegt etwa 9 km südlich von Wieluń in der Gemeinde Pątnów; die Kirche steht im Ostteil des Dorfes an einer Seitenstraße Richtung Weiler Budziaki. Weitere Kirchen des Wieluńer Typs finden Sie in der Nähe, etwa in Popowice, Kadłub, Łaszew und Wierzbie.
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