Kirchen & Klöster
Im Zentrum von Sucha Beskidzka, wenige hundert Meter vom Renaissanceschloss, stehen zwei Kirchen nebeneinander: eine Kirche des 17. Jahrhunderts der Regularkanoniker vom Lateran und eine eklektische Pfarrkirche nach Plänen von Teodor Talowski um 1900.
Die alte Heimsuchungskirche entstand in den Jahren 1613–1614 als Stiftung von Piotr Komorowski, dem damaligen Besitzer von Sucha; der Bau ist gotisch mit Renaissance-Dekorelementen. Die Konsekration nahm 1624 Bischof Tomasz Oborski vor. Der Stifter, der nach Überlieferung durch die Fürbitte des hl. Stanislaus Kazimierczyk gesund wurde, holte die Kanoniker von der Krakauer Corpus-Christi-Kirche — ihr ehemaliges Kloster ist heute das Pfarrhaus.
Die neue Kirche von Teodor Talowski entstand 1897–1908, finanziert von den Branicki und den Eisenbahnern von Sucha. Der eklektische Bau verbindet Gotik und Romanik. Im Inneren: Fragmente von Wandmalereien, ein barockes Mariä-Himmelfahrts-Gemälde am Chorgewölbe, ein Sgraffito-Fries, eine Empore auf vier ionischen Säulen und sechs Rokoko-Seitenaltäre.
Unter dem Chor der alten Kirche liegt die Familiengruft der Komorowski — dort ruht der Stifter mit seiner zweiten Frau Marianna geb. Bnińska. Den Komplex bilden zwei Kirchen, das Kloster und vier Kapellen.
Adresse: Kościelna 3; Werktagsmessen um 6:30, 7:30 und 18:00, sonntags 6:30–19:00. Zum Schloss 600 m, nach Kalwaria Zebrzydowska 14 km, auf die Babia Góra 19 km.
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