Seen & Gewässer
Zwischen Wadowice und den Hügeln der Kleinen Beskiden wird die Skawa von einer gigantischen Betonmauer gestaut. Der Stausee Świnna Poręba, immer öfter Mucharskie-See genannt, ist einer der jüngsten großen Talsperren Polens — und einer der am längsten gebauten.
Die ersten Entwürfe entstanden bereits in den 1950er Jahren, doch mit dem Bau wurde erst 1986 begonnen. Der Preis der Investition war das Dorf Świnna Poręba, dessen Bewohner umgesiedelt wurden, sowie die demontierte Bahnlinie Wadowice–Skawce. 2017 begann man, Wasser in die Senke einzuleiten, obwohl zwei Jahre später der Pegel noch niedriger als geplant war und die Arbeiten weiterliefen. Auch ein anderer Name war im Gespräch — das Becken sollte Wadowice-See heißen.
Die Betonstaumauer ist maximal 54 m hoch und 604 m lang, das Speicherbecken kann 161 Mio. m³ Wasser fassen und sich auf 1035 ha ausbreiten. Die Hauptaufgabe des Objekts sind Hochwasserschutz und Retention — und sie hat sich bereits beim Hochwasser 2010 bewährt: Dank der Talsperre war die Flutwelle der Weichsel in Krakau um ca. 0,5 m niedriger, und das Wasser überflutete die Dębnicki-Brücke nicht.
Die Ufer erhalten nach und nach eine touristische Infrastruktur — hier wurde die Entwicklung von Erholungsgebieten für die Region angekündigt. Die Landstraße 28 sichert die Anfahrt (Adresse: ul. Droga Krajowa 28), und der Stausee liegt nur wenige Kilometer von Wadowice entfernt, sodass sich der Besuch natürlich mit einem Spaziergang durch die Stadt Johannes Pauls II. und einer Runde in den Kleinen Beskiden verbinden lässt.
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