Kirchen & Klöster
Die Kirche St. Klemens im Zentrum von Zawoja ist eine der größten und ungewöhnlichsten Holzkirchen Südpolens. Ihr von gusseisernen Säulen getragenes Inneres überrascht durch seine Größe; die Lage unterhalb der Babia Góra macht sie zu einem guten Halt vor einer Bergwanderung.
Die erste Holzkirche wurde 1757–1759 mit Mitteln von Jan Wielopolski und den Dorfbewohnern errichtet. 1888 finanzierte Erzherzog Albrecht von Habsburg einen grundlegenden Umbau, bei dem die heutige großzügige Anlage auf lateinischem Kreuzgrundriss entstand. Den Entwurf fertigte Karol Pietschka, die Arbeiten leitete Józef Gibas. 1819 wurde Zawoja eine selbstständige Pfarrei.
Die Kirche hat eine dreischiffige Basilikaform und Merkmale alpiner Architektur. Damit unterscheidet sie sich von den kleinen Holzkirchen, die man sonst mit dem Podhale verbindet. Gusseiserne Säulen tragen die Decken. Im Inneren sind sechs Holzaltäre, Kanzel und die figürlich-ornamentale Polychromie von 1930 sehenswert, geschaffen von Zygmunt Milli und Marian Arczyński. Die Glasfenster von 1969 entwarf Witold Jańczak.
Die Kirche steht im Ortszentrum von Zawoja unter der Adresse Zawoja 123. Sie gehört zu einer aktiven Pfarrei; vor dem Besuch aktuelle Gottesdienstzeiten und den Zugang prüfen. Der Nationalpark Babia Góra, Wege zur Babia Góra und der historische Babiogórski-Bahnhof liegen in der Nähe. Für die Kirche 30–45 Minuten einplanen.
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