Kirchen & Klöster
Zawoja, Kleinpolen
Die Pfarrei selbst zählt die Kirche St. Klemens im Zentrum von Zawoja zu den größten Holzkirchen Polens. 1888 mit Mitteln von Erzherzog Albrecht von Habsburg erbaut, überrascht sie durch ihre Dimensionen: drei Schiffe, getrennt durch gusseiserne Säulen, ein Turm, der vom quadratischen Grundriss ins Achteck übergeht, und ein von alpiner Architektur inspirierter Baukörper. Im Inneren stehen barocke Altäre aus der ersten Kirche des 18. Jahrhunderts.
Mit dem Bau der ersten Kirche in Zawoja begann man 1757, 1759 segnete sie der Krakauer Domherr Jacek Łopacki. Eine eigenständige Pfarrei entstand am 24. Mai 1819, erster Pfarrer wurde 1835 Marcin Leśniak. 1883 kam Erzherzog Albrecht von Habsburg, Besitzer der Saybuscher Güter (Żywiec), nach Zawoja. Ursprünglich war nur eine Erweiterung der alten Kirche geplant, doch schließlich entstand ein völlig neuer Bau nach einem Entwurf von Karl Pietschka aus dem Jahr 1886, der 1887 mit der Unterschrift von Bischof Albin Dunajewski genehmigt wurde. Die Bauleitung hatte Józef Gibas.
Die Kirche hat eine Ständerbohlenkonstruktion, die Chorwände sind bis zur Fensterhöhe aus Stein. Im Inneren teilen zwei Reihen gusseiserner Säulen den Raum in drei Schiffe, über der Vierung spannt sich eine Scheinkuppel, der Boden ist mit Marmorplatten belegt. Außen fallen der viergeschossige Turm mit Pyramidenhelm und zwei Dachreiter mit Zwiebelhauben auf. Die Pfarrei beschreibt den Stil als eklektisch mit skandinavischen Einflüssen, andere Quellen verweisen eher auf Tiroler Vorbilder.
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