Technikdenkmäler
Zabrze, Schlesien
Das Steinkohlenbergwerk Guido in Zabrze (1915–1945 Hindenburg O.S.) ist eine historische Zeche in Oberschlesien, in der du mit einem echten Förderkorb 320 Meter unter Tage fährst — laut Museum die am tiefsten gelegene Besucherroute Europas. Unten erwarten dich Strecken mit Ausbau, Bergbaumaschinen, die vor deinen Augen anlaufen, Polens einzige elektrische Hängebahn unter Tage und sogar eine Kneipe. Eine der eindrucksvollsten Sehenswürdigkeiten Oberschlesiens — und bei jedem Wetter ein lohnendes Ziel.
Gründer war Graf Guido Henckel von Donnersmarck, einer der großen Montanindustriellen Schlesiens, der 1855 die Bergbauberechtigung erhielt und die Grube nach sich selbst benannte. Die höchste Förderung erreichte sie 1885 mit 313 000 Tonnen; zwei Jahre später verkaufte der Graf sie an den preußischen Fiskus, der sie mit der Grube „Königin Luise“ vereinigte. Das stählerne Fördergerüst über dem Eisenbahnschacht, heute Wahrzeichen von Guido, stammt von 1901.
1982 entstand hier ein Bergbau-Freilichtmuseum; die 170-m-Sohle wurde 2007, die 320-m-Sohle 2008 für Besucher geöffnet. Seit 2013 gehört Guido zum Museum des Steinkohlenbergbaus in Zabrze (Muzeum Górnictwa Węglowego). Seit Juli 2020 ist die Grube Teil des Geschichtsdenkmals „Zabrze – Ensemble historischer Steinkohlenbergwerke“, zusammen mit dem Königin-Luise-Stollen und dem Hauptschlüsselerbstollen. Das Geschichtsdenkmal (Pomnik Historii) ist die höchste nationale Denkmalkategorie Polens.
Besichtigung nur mit Führung zu festen Zeiten. Preise, Stand: Oktober 2026 (online oder im Voraus / an der Kasse am Besuchstag):
Tickets gibt es online über podziemnaprzygoda.pl; im Voraus gekauft sind sie 5–10 zł günstiger.
Unter Tage herrschen ganzjährig 12–16 °C — nimm eine warme Jacke und feste Schuhe mit. Sei 15 Minuten vorher an der Kasse; Helm und Lampe bekommst du vor Ort. Es gibt Schließfächer, Toiletten und eine Ladesäule für E-Autos.
Gerade im Winter ist Guido ideal, denn das Wetter spielt keine Rolle; die Touren laufen ganzjährig nach Plan. Öffnungszeiten an Weihnachten und Neujahr prüfst du auf muzeumgornictwa.pl. Besondere Termine: eine Horror Party am 24. Oktober 2026 und Konzerte der Reihe „Muzyka na Poziomie“ am 21. November und 17. Dezember 2026; Anfang Dezember feiert die Region die Barbórka, das Fest der heiligen Barbara.
Nicht alle Abschnitte der echten Grubenbaue sind barrierefrei — Menschen mit Behinderung sollen sich vorab beim Museum melden (Tel. +48 32 271 40 77), dann wird die Tour angepasst.
Adresse: ul. 3 Maja 93, Zabrze. Die Grube liegt rund 6 km von den Autobahnen A1 und A4; Kattowitz (Katowice) ist 19 km entfernt, Krakau (Kraków) etwa 100 km, der Flughafen Kattowitz etwa 50 km. Von Görlitz bzw. Dresden kommst du über die A4 bis Gleiwitz (Gliwice) direkt nach Zabrze. Am Bergwerk gibt es einen gebührenpflichtigen Parkplatz. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln fährst du bis zur Haltestelle „Guido Kopalnia Zabytkowa“, u. a. mit den Linien 7 und 23 aus Kattowitz. Achtung: Der Königin-Luise-Stollen hat eine andere Adresse (ul. Wolności 408).
Ja — kaum irgendwo kommst du dem oberschlesischen Bergbau so nah. Wer einen ganzen Tag hat, kombiniert Guido mit dem Königin-Luise-Stollen oder übernachtet im Hostel Guido direkt nebenan.
Zwiedzanie wyłącznie z przewodnikiem o ustalonych godzinach: Podziemny Spacer Górniczy codziennie 9:00–18:00; Mroki Kopalni i Podziemna Szychta wt.–nd. 9:00–18:00; pub na poziomie 320 wt.–nd. 11:00–20:00.
Podziemny Spacer Górniczy: 65 zł normalny / 55 zł ulgowy i rodzinny (online lub z wyprzedzeniem), w kasie w dniu zwiedzania 70/60 zł; Mroki Kopalni 65/70 zł; Podziemna Szychta 120/125 zł; zjazd do pubu 10 zł.
Prüfe aktuelle Informationen vor dem Besuch.
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Geprüft: Oktober 2026