Kirchen & Klöster
Auf dem Kirchhügel (Wzgórze Kościelne) in Zabrze-Mikulczyce steht die neugotische Laurentiuskirche — ein Gotteshaus mit einer ungewöhnlich gut dokumentierten oberschlesischen Geschichte. Die Pfarrei zahlte bereits 1326 den Peterspfennig, und nach dem Bericht des Pfarrers von 1791 soll hier schon um 1002 eine erste Kapelle gestanden haben.
Nach der Holzkirche von 1530 kam der gemauerte Bau an die Reihe. Der Grundstein wurde am 15. August 1892 gelegt; den Entwurf schuf der Baubeamte Paul Jackisch aus Beuthen, die Bauleitung hatte der Meister Johanness Langer aus Zabrze. Finanziert wurde der Bau gemeinsam von den Gemeindemitgliedern, die 85.000 Mark aufbrachten, dem Grafen Guido Henckel von Donnersmarck und dem Breslauer Bischof Kardinal Georg Kopp (98.000 Mark) sowie dem Pfarrer Franciszek Cieślik (40.000 Mark). Die Konsekration erfolgte am 7. Mai 1896.
Am 4. Juli 1928 riss ein Tornado den Seitenturm heraus — er durchschlug das Dach und zerstörte die Orgel, die durch ein neues, größeres Instrument ersetzt wurde, das bis heute dient. Auch die ältere Holzkirche hat eine dramatische Geschichte: Sie brannte in der Nacht zum 14. November 1982 nach einem Brandanschlag ab; nur ein Gedenkkreuz auf dem Kirchhügel blieb erhalten, an der Stelle des früheren Altars.
Die Kirche in der ul. Mariacka 1 ist Pfarrkirche und wird vor allem während der Gottesdienste geöffnet. Mikulczyce ist ein nördlicher Stadtteil von Zabrze — verbinden Sie den Besuch am besten mit einem Spaziergang über den Kirchhügel.
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