Historische Orte
Der jüdische Friedhof in der ul. Cmentarna 15 in Zabrze ist ein geschütztes Denkmal und ein wichtiger Zeuge der multikulturellen Geschichte Oberschlesiens. Er wurde 1871 angelegt; der älteste erhaltene Grabstein stammt vom 18. September desselben Jahres. Beisetzungen fanden bis 1954 statt. Der Friedhof ist etwa 1,5 Hektar groß, und auf dreizehn Feldern sind mehr als 700 Grabsteine erhalten. Er steht unter der Denkmalnummer A/1500/92 im Register.
Das Grundstück schenkte Guido Henckel von Donnersmarck, der damalige Eigentümer von Zabrze. 1918 wurden neben den Mauern fünf russische Soldaten aus dem örtlichen Kriegsgefangenenlager beigesetzt. Auf dem Friedhof gibt es außerdem ein Massengrab von Gefangenen eines Arbeitslagers aus der Kriegszeit.
Besonders ist die Vielfalt der Formen: traditionelle Mazewot mit hebräischen und deutschen Inschriften, Familiengräber und Grabreihen, die in die Umfassungsmauer eingebunden sind. Das monumentale Grab von Max Böhm aus schwarzem schwedischem Granit fällt auf. Achten Sie auch auf die historische Wegeführung, Teile der alten Mauer, Efeu und mehr als 200 alte Bäume, darunter Platanen.
Der Friedhof ist normalerweise geschlossen. Feste tägliche Öffnungszeiten sind nicht bestätigt; den Zugang muss man mit den Betreuern von Zachor vereinbaren oder an einer offiziell angekündigten Führung teilnehmen. Vorher aktuelle Angaben prüfen. Bitte leise sein, Mazewot nicht berühren, nicht auf Gräber treten und das Gelände nie ohne Erlaubnis betreten.
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