Berge & Gipfel
gmina Kroczyce, Schlesien
Der örtlichen Legende nach versammelten sich auf diesem Hügel die Hexen der Umgebung, bevor sie auf ihren Besen zum Hexensabbat auf die Łysa Góra flogen – daher der Name Góra Zborów, etwa „Versammlungsberg“. Heute kommen stattdessen Kletterer und Wanderer: Kalkfelsen bis 30 m Höhe, ein Labyrinth von Pfaden zwischen den Felsen und die einzige Schauhöhle im nördlichen Teil des Krakau-Tschenstochauer Jura. Der baumlose Gipfel gehört zu den besten Aussichtspunkten rund um Podlesice.
Die Góra Zborów (auch Góra Berkowa genannt) liegt in der Gemeinde Kroczyce an der Woiwodschaftsstraße 792. Zusammen mit dem benachbarten Kołoczek gehört sie zu den über 3 km langen Kroczyce-Felsen. Die Gipfelhöhe wird in den Quellen unterschiedlich angegeben – zwischen etwa 462 und 467 m ü. d. M.; sie war der höchste Punkt der früheren Woiwodschaft Częstochowa. Auf dem Gipfelfelsen steht ein Betonpfeiler, ein Triangulationspunkt aus der Zeit der deutschen Besatzung.
Das Naturschutzgebiet „Góra Zborów“ wurde 1957 ausgewiesen. Es umfasst 45 ha und liegt im Landschaftsschutzpark der Adlerhorste sowie im Natura-2000-Gebiet „Ostoja Kroczycka“. Karstprozesse haben Felstürme, Höhlen, Felsüberhänge und Dolinen geformt. Botaniker zählten rund 210 Arten von Gefäßpflanzen in Höhenstufen: Kiefernwald am Fuß, darüber Buchenwälder, oben Trockenrasen und Felsvegetation. An den Felsen brüten unter anderem Uhu und Steinrötel.
Am Fuß des Hügels, unter den Felsen Krucze Skały und Dwoista Baszta, öffnet sich die Jaskinia Głęboka („Tiefe Höhle“) – 170 m lang und 12,5 m tief. Sie wird mit Führung besichtigt; selbst im Sommer steigt die Temperatur im Inneren nicht über 8 °C. Der Eingang führt durch eine alte Abbaustelle: Vor und nach dem Krieg wurde hier Spat gewonnen, Bohrlöcher und abgebrochene Tropfsteine sind noch heute zu sehen. Die übrigen Höhlen des Schutzgebiets sind aus Sicherheitsgründen und zum Schutz der Fledermäuse gesperrt.
Starten Sie am Zentrum für Natur- und Kulturerbe des Jura in Podlesice an der Straße 792 – dort gibt es einen Parkplatz und eine Kasse, an der Sie Eintrittskarten für das Schutzgebiet und die Höhle kaufen. Der Eingang zum Schutzgebiet liegt auf der anderen Straßenseite. Laut regionaler Umweltschutzbehörde dürfen Sie sich nur auf den ausgewiesenen Wegen bewegen: dem roten Adlerhorstweg, dem grünen Rzędkowice-Weg, dem schwarzen Weg und dem Lehrpfad „Góra Zborów – Mensch und Natur“. Klettern ist nur an ausgewiesenen Felsen mit vorhandenen Sicherungspunkten erlaubt; die Felsköpfe dürfen nicht betreten werden, weil dort Trockenrasen regeneriert wird. Für eine Runde durch das Schutzgebiet mit Gipfel und Höhle sollten Sie 2–3 Stunden einplanen und Schuhe mit gutem Profil tragen – Kalkstein kann rutschig sein.
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