Natur
Der Krakau-Tschenstochauer Jura ist ein Zug weißer Kalksteinfelsen, der sich über rund 80 km zwischen Krakau und Tschenstochau zieht. Die Türme bestehen aus hartem oberjurassischem Kalkstein, ihre heutigen Formen modellierte die Verkarstung im warmen Tertiärklima — erosionsbeständiges Gestein blieb als Dutzende Meter hohe Wände stehen. Den offiziellen Namen der Region, Krakau-Tschenstochauer Hochebene, führt man seit 1947.
Zu den Wahrzeichen gehören die Herkuleskeule bei Pieskowa Skała und das Krakauer Tor in Ojców. Im Norden ragen der Große Okiennik bei Morsko — ein Riesenturm mit durchbrochenem Tunnel — und der unter Schutz stehende Berg Zborów hervor. Erwähnenswert sind auch das zweipfeilige Bolechowice-Tor und Dupa Słonia im Będkowska-Tal.
Außerhalb der Tatra gibt es kaum ein bequemeres Übungsgelände. Zu den beliebtesten Gebieten zählen die Steinerne Stadt von Podzamcze unterhalb von Ogrodzieniec, die Felsen von Kroczyce, Podlesice und Rzędkowice sowie die Täler bei Krakau. An einem einzigen Fels können viele Routen führen, ihre Haken werden laufend erneuert. Hier begannen fast alle berühmten polnischen Himalajakletterer ihre Laufbahn — darunter Wanda Rutkiewicz und Jerzy Kukuczka, aus der jüngeren Generation auch Martyna Wojciechowska.
Entlang der Hochebene reihen sich die Burgen des Adlers-Nester-Wegs — mittelalterliche Wehrbauten, die einst die Grenze des Königreichs Polen bewachten. Klettern kann gefährlich sein: Anfänger sollten mit einem Trainer unterwegs sein, in der Region gibt es zahlreiche Kletterschulen.
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