Kirchen & Klöster
Im Zentrum von Kroczyce in der Krakau-Tschenstochauer Jura steht die zweitürmige Backsteinkirche St. Hyazinth und St. Maria Magdalena. Ihre Geschichte beginnt viel früher: Die erste Holzkirche entstand hier 1427 — gestiftet vom Ritter Piotr Firlej als Dank für seine glückliche Rückkehr von der Schlacht bei Grunwald. Die ursprüngliche Kirchenpatronin war Maria Magdalena; der hl. Hyazinth kam erst im 20. Jahrhundert hinzu.
Die heutige Kirche entstand im 19. Jahrhundert an der Stelle des hölzernen Vorgängerbaus und gehört heute zur Diözese Kielce. Überraschend ist der Hochaltar in Form einer Grotte, nach dem Vorbild der Lourdes-Grotte aus einheimischem Kalzit gefertigt — demselben Mineral, das die Tropfsteine der Jura-Höhlen bildet. 1616 kam ein zu Gnaden berühmtes Bild der hl. Maria Magdalena in einem silbernen Kleid aus Rom hierher. Die Kirche bewahrt Reliquien der hl. Maria Magdalena, vom Kreuz Christi sowie der hl. Emerentiana und Felicitas. Sehenswert ist auch die Hyazinthkapelle mit der Figur des Heiligen zwischen zwei Engeln.
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