Berge & Gipfel
Włodowice, Schlesien
Über den Feldern östlich von Rzędkowice zieht sich eine mehr als einen Kilometer lange Mauer aus weißen Kalkfelsen, weithin sichtbar, weil sie in offener Landschaft und nicht im Wald steht. Die Felsen von Rzędkowice (Skały Rzędkowickie) sind eines der beliebtesten Klettergebiete des Krakau-Tschenstochauer Jura – Kletterer haben hier rund 450 Routen eingerichtet – und zugleich ein Naturdenkmal mit seltenen Trockenrasen. Der bekannteste Fels, der Okiennik, besitzt ein Felsenfenster und Spuren von Menschen, die vor über 2.500 Jahren hier waren.
Im Okiennik fand man skythische Pfeilspitzen aus der Zeit um 600 v. Chr. Im 6.–7. Jahrhundert n. Chr. bestand hier eine einfache befestigte Siedlung namens „Pasieka". Kletterer kamen schon in den 1950er-Jahren und gaben vielen Türmen ihre Namen und der Wand ihre Sektoren. Seit 2009 steht die gesamte Felsgruppe samt Trockenrasen und Standorten seltener Pflanzen als Naturdenkmal auf 44,5 Hektar unter Schutz. Die Felsen liegen außerdem im Landschaftspark Adlerhorste und im Natura-2000-Gebiet Ostoja Kroczycka.
Der Kalkrücken verläuft von Nordwest nach Südost auf etwas über 1 km. Von Westen kommend passieren Sie:
Die meisten Routen sind 10–20 m lang, auch Boulderer kommen gern. Ein Blick nach unten lohnt sich: An den Südhängen wachsen Trockenrasen. Auf dem Gebiet wurden rund 330 Gefäßpflanzenarten nachgewiesen, 24 davon geschützt – darunter Sprossende Felsennelke, Stängellose Eberwurz und Echte Mondraute.
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