Landschaftsparks
Kotowice, Schlesien
Der Landschaftspark Orlich Gniazd (Park Krajobrazowy Orlich Gniazd, „Adlernester-Park") ist eine jurassische Landschaft aus Kalkfelsen und mittelalterlichen Burgruinen im Süden Polens, zwischen Mstów bei Częstochowa (Tschenstochau) und dem Tal der Biała Przemsza. Er liegt an der Grenze zwischen Schlesien (Woiwodschaft Schlesien) und Kleinpolen, und der berühmte Adlernester-Weg führt hindurch. Wenn du auf der Krakau-Tschenstochauer Jura Sehenswürdigkeiten suchst, ist das ein guter Ausgangspunkt für Tagestouren zu Fuß, mit dem Rad oder mit dem Auto.
Der Park entstand aus der Zusammenlegung zweier früherer Parks, die 1980 und 1982 per Beschluss gegründet wurden. Er umfasst Teile von 19 Gemeinden: 15 in Schlesien und 4 in Kleinpolen. Höchster Punkt ist die Góra Janowskiego (516 m ü. d. M.). Verwaltet wird er von zwei Landschaftspark-Verbänden, einem schlesischen und einem kleinpolnischen. Zur Fläche gehen die Angaben in den Quellen auseinander, deshalb nennen wir keine Zahl.
Der Name kommt von mittelalterlichen Burgen, die hoch auf steilen Kalkfelsen errichtet wurden, damit Feinde sie nicht erreichen konnten. Zu den bekanntesten Ruinen zählen Ogrodzieniec in Podzamcze, Mirów, Bobolice, Morsko, Smoleń, Ostrężnik und Olsztyn.
Der Kalkstein entstand vor etwa 180 Millionen Jahren aus Ablagerungen des Jurameers. Es gibt drei Felsrücken: Smoleń-Niegowonice, Zborów-Ogrodzieniec und Mirów-Olsztyn, wo der Kalk Nadeln, Türme, Mauern und Tore bildet. Im Park gibt es etwa 500 Höhlen, die meisten rund um Olsztyn und das Reservat Sokole Góry. Die tiefste ist Studnisko (75 m), die längste Wierna mit mehr als einem Kilometer Gängen.
Rund zwölf Naturschutzgebiete schützen die Natur, darunter Góra Zborów, Ostrężnik, Smoleń, Zielona Góra und Sokole Góry. Die Quellen nennen unterschiedliche Zahlen (11 bis 13). Hier wachsen Orchideen, darunter der Frauenschuh, sowie endemische Pflanzen wie die polnische Warzucha und das Krakauer Labkraut. Etwa 20 Fledermausarten, Biber und Greifvögel leben hier.
Der Wanderweg wurde 1950 angelegt und führt rund 164 km von Krakau (Kraków) nach Tschenstochau. Die Radvariante ist etwa 190 km lang, davon 104 km in Schlesien, und verläuft über Olsztyn, Złoty Potok, Żarki, Mirów, Bobolice, Podzamcze, Smoleń und Olkusz nach Krakau. Mit dem Rad dauert sie meist drei bis vier Tage, zu Fuß vier bis acht.
Für einen Ort, etwa Ogrodzieniec mit den nahen Felsen, reicht ein halber Tag. Um den Park auf zwei oder drei Routen kennenzulernen, brauchst du 2 bis 3 Tage. Burgen und andere Sehenswürdigkeiten haben eigene Öffnungszeiten und Tickets.
Der Park liegt zwischen Częstochowa und Olkusz. Die nächsten größeren Städte sind Katowice (Kattowitz) und Krakau, meist eine bis anderthalb Stunden Fahrt mit dem Auto. Aus Deutschland ist die Anreise weit, daher bietet sich der Park als Teil einer Polenreise an. Das Auto ist am einfachsten, etwa nach Podzamcze, Zawiercie oder Olsztyn. Der öffentliche Verkehr zu manchen Zielen ist begrenzt, prüfe die Fahrpläne nach Zawiercie, Olsztyn und Olkusz. Parkplätze haben wir nicht aus einer offiziellen Quelle geprüft. Währung ist der Złoty (PLN).
Der Landschaftspark hat keine Tore und ist ganzjährig zugänglich, das Wandern im offenen Gelände ist kostenlos. Gebühren fallen für einzelne Ziele wie Burgen an, prüfe deren offizielle Seiten. Auskünfte zum Park gibt der Verband der Landschaftsparks der Woiwodschaft Schlesien: biurozpk@zpk.com.pl, Tel. +48 32 267 44 82, zpk.com.pl. Der Park hat auch eine mobile App.
Ja. Es ist eine der fotogensten Regionen Südpolens, mit Kalktürmen, Wäldern und Burgruinen, und lässt sich gut mit Krakau oder Kattowitz verbinden.
Kombiniere den Park mit dem Adlernester-Weg, der Jurassischen Radroute, Okiennik Wielki, der Höhle Jaskinia Głęboka, dem Reservat Ostrężnik und der Burg in Olsztyn.
Eintritt frei
Prüfe aktuelle Informationen vor dem Besuch.
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Geprüft: Oktober 2026