Burgen
Die Ruine der Burg Mirów, das Zwillingsschloss von Bobolice, erhebt sich auf einem Felsgrat der Krakau-Tschenstochauer Jura. Die Wehranlage entstand Mitte des 14. Jahrhunderts, zur Zeit Kasimirs des Großen, als steinerne Wacht, die Bobolice unterstand. Seit 2025 können Besucher den Innenhof mit seinen Kreuzgängen betreten — das Ergebnis von über einem Jahrzehnt Sicherungsarbeiten.
Die erste Erwähnung von Mirów stammt aus dem Jahr 1399. Zunächst war es eine Wacht des Adelsgeschlechts der Lis, das auch die Burg in Koziegłowy besaß; von ihnen ging der Ausbau zur Ritterburg aus. 1489 kauften die Myszkowski die Anlage: Sie erhöhten die Kurtine um rund 9 m, errichteten einen Wohnturm, und die Anlage wuchs auf 1.200 m². Die Schwedische Sintflut fügte weitere Zerstörungen hinzu; 1787 wurde die Burg endgültig aufgegeben, 1934 stürzte die Südwand ein.
Mirów ist mit Bobolice durch die Legende der Geschwister verbunden, die sich liebten — eine Erzählung, die beide Ruinen seit jeher begleitet und jeden Wanderer der Jura die beiden Felsen vergleichen lässt. Die Burg gehört zum System der Adlerhorste (Szlak Orlich Gniazd) und liegt an den Routen zwischen Bobolice und Ogrodzieniec.
Die Außenbereiche der Ruine sind ganzjährig zugänglich, seit 2025 auch der Hof mit den Kreuzgängen. Der Untergrund ist felsig und uneben — festes Schuhwerk ist Pflicht, und nach Regen werden die Felsen rutschig. Die besten Bilder gelingen am Vormittag, bevor es auf dem Gratrück voll wird.
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