Denkmäler & Hügel
In Podlachien, rund 3 km von Bohoniki entfernt, steht ein Findling zum Gedenken an die tatarische Familie Mucha — die letzte Spur der Tataren, die im Dorf Malawicze Górne lebten. Den Stein setzte 2006 Arsłan Mucha; auf seiner Fläche steht eine polnische Inschrift, beginnend mit den Worten „Im Namen Gottes, des Allbarmherzigen und Barmherzigen, zum Gedenken an die Vorfahren".
Malawicze wird in Urkunden Jans III. Sobieski von 1679 genannt, als der König tatarischen Soldaten Ländereien für ausstehenden Sold verlieh. Zusammen mit Bohoniki und Nachbarorten entstand eine Siedlung, die Jahrhunderte überdauerte. Auch eine Moschee stand hier — anders als die in Bohoniki ist sie nicht erhalten — und heute lebt keine tatarische Bevölkerung mehr im Dorf.
Der Findling liegt an der Route, die die wichtigsten Stätten der polnischen Tataren verbindet. 2,6 km entfernt steht die Holzmoschee von Bohoniki, etwa 28 km entfernt das tatarische Ensemble in Kruszyniany mit Moschee, Mizar-Friedhof und Jurte sowie Supraśl mit Ikonenmuseum und Kloster. Ein Besuch von Krynki mit der Anna-Kirche und des Landschaftsparks Puszcza Knyszyńska lohnt ebenfalls.
Unweit des Findlings stehen die Ruinen einer abgebrannten hölzernen Windmühle, einst Zierde des Dorfes. Der Zugang ist kurz und ohne Ausrüstung möglich; Kreisstraßen weisen die Anfahrt aus.
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