Landschaftsparks
Die Puszcza Knyszyńska erstreckt sich nördlich von Białystok, direkt vor den Toren der Stadt – und obwohl sie neben einem Ballungsgebiet liegt, sind 78 Prozent ihrer Fläche weiterhin Wald. Der Landschaftspark Puszcza Knyszyńska, benannt nach Prof. Witold Sławiński, wurde am 24. Mai 1988 gegründet; heute umfasst er mehr als 72 800 Hektar in 12 Gemeinden und war bei seiner Gründung der größte Landschaftspark des Landes.
Die Landschaft formte ein Gletscher: Moränen, Kames, Oser und Sander, mit Hügeln, die stellenweise 200 m über dem Meer liegen. Durch den Park fließt die Supraśl, in Tälern und abflusslosen Senken verstecken sich Moore. Hier wachsen 843 Gefäßpflanzenarten, darunter Bärlauch und die Chamedaphne, und Ornithologen zählten 153 Vogelarten – vom Schwarzstorch bis zum Uhu. Wisente streifen durch die Wälder, doch der Begegnung mit dem seltensten Nachbarn braucht Glück und Stille.
Im Park liegen 19 Naturschutzgebiete (zwei weitere in der Schutzzone), das erste war Budzisk, ausgewiesen 1970. Kulturell ist dies eine besondere Ecke Podlasiens: In den Gemeinden Sokółka und Krynki liegen die tatarischen Dörfer Bohoniki und Kruszyniany mit hölzernen Moscheen – den ältesten, die in Polen noch aktiv sind. Die „Hauptstadt“ des Parks, Supraśl, lockt mit der historischen Klosteranlage am Fluss.
Nehmen Sie das Fahrrad mit: Das dichte Netz aus Waldwegen und Routen macht den Wald zu einem der lohnendsten Radsportgebiete Nordostpolens. Der Herbst ist Pilzsaison, im Frühling blühen die Moore. Übernachten Sie in Supraśl oder Wasilków, beide eine Viertelstunde von Białystok entfernt.
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