Denkmäler
Der Rakowicki-Friedhof in der ul. Rakowicka 26 ist der älteste kommunale Friedhof Krakaus und ein wichtiger Ort der Stadtgeschichte. Er wurde 1801–1802 am damaligen Stadtrand angelegt, nachdem Beerdigungen an Kirchen verboten worden waren. Das erste Begräbnis fand im Januar 1803 statt. Heute ist der Friedhof weiterhin aktiv und zugleich ein großer Komplex historischer Gräber, Kapellen und Alleen.
Im Zentrum steht die klassizistische Auferstehungskapelle von 1861–1862, gestiftet von Anna und Ludwik Helcel. Hier ruhen unter anderem Jan Matejko, Wisława Szymborska, Helena Modrzejewska, Ewa Demarczyk, Bruder Albert und Ignacy Daszyński. Sehenswert sind außerdem das Familiengrab der Wojtyłas sowie militärische und aufständische Quartiere. Der Friedhof ist besonders für alle interessant, die sich mit Krakaus Geschichte und Grabkunst beschäftigen.
1920 wurde ein militärischer Teil als Kriegsfriedhof Nr. 388 abgetrennt. Im Familiengrab der Wojtyłas liegen die Eltern und der Bruder von Papst Johannes Paul II.
Der Friedhof steht seit 1976 unter Denkmalschutz, Registernummer A-584. Der Eintritt ist kostenlos. Nach Angaben der kommunalen Friedhofsverwaltung sind die Tore April–September von 7:00–20:00 Uhr und Oktober–März von 7:00–18:00 Uhr geöffnet; an Feiertagen können die Zeiten verlängert werden. Es ist ein aktiver Friedhof, kein Museum: Ruhe bewahren, Gräber nicht betreten und laufende Zeremonien berücksichtigen. Für den Rundgang den offiziellen Plan oder den Grab-Locator nutzen.
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