Denkmäler
Krakau, Kleinpolen
Der Rakowicki-Friedhof (Cmentarz Rakowicki) in Krakau (Kraków) ist der älteste städtische Friedhof der Stadt und eine der bedeutendsten Grabstätten Polens. Auf mehr als 42 Hektar mit alten Bäumen und Alleen ruhen Maler, Dichter, Schauspieler, Politiker, Aufständische und Soldaten – und auch die Eltern und der Bruder von Papst Johannes Paul II. Ein Spaziergang hier ist eine stille Reise durch zwei Jahrhunderte polnischer Geschichte und Grabkunst.
Angelegt wurde der Friedhof 1801–1802 auf einem Vorstadtgut, nachdem Bestattungen an den Kirchen der Innenstadt verboten worden waren – eine Reform aus der Zeit, als Krakau zu Österreich gehörte. Die erste Beerdigung fand im Januar 1803 statt. Später wurde das Gelände mehrfach erweitert; 1839 gab ihm Karol Kremer seine parkartige Gestalt. Im Zentrum steht die klassizistische Auferstehungskapelle (1861–1862), eine Stiftung der Familie Helcel. Heute zählt der Friedhof rund 75.000 Gräber, ist weiterhin in Betrieb und steht seit 1976 unter Denkmalschutz.
Sehenswert sind auch die Allee der Verdienten, die Quartiere der Aufständischen des 19. Jahrhunderts und der Legionäre sowie der 1920 abgetrennte militärische Teil, der Kriegsfriedhof Nr. 388. Unter den Grabskulpturen sticht der „Racheengel“ von Konstanty Laszczka hervor.
Für einen Rundgang mit einigen wichtigen Gräbern solltest du 1,5–2 Stunden einplanen. Die Quartiere sind mit Buchstaben und Nummern bezeichnet; die Grabsuche auf der Website der städtischen Friedhofsverwaltung hilft bei der Orientierung. Besonders stimmungsvoll ist der Herbst. An Allerheiligen und Allerseelen (1. und 2. November) leuchten abends tausende Grablichter – eindrucksvoll, aber sehr voll.
Die Hauptalleen sind befestigt, in den älteren Quartieren werden die Wege aber schmal und uneben – mit Kinderwagen oder Rollstuhl bleibst du besser auf den breiten Alleen. Die Beschilderung ist nur auf Polnisch, eine Karte auf dem Smartphone hilft also sehr.
Es ist ein aktiver Friedhof: Bitte leise sein, Gräber nicht betreten und Trauerfeiern Raum lassen.
Der Friedhof liegt rund 1,5 km nordöstlich des Hauptmarkts und nur einen kurzen Fußweg vom Hauptbahnhof Kraków Główny entfernt. Straßenbahnen und Busse fahren über die Straßen Rakowicka und Lubomirskiego. Mit dem Auto ist die Umgebung wegen der kostenpflichtigen Parkzone wenig praktisch, rund um Allerheiligen gelten zudem Verkehrsänderungen – besser mit Tram oder zu Fuß.
Ja – für alle, die sich für polnische Geschichte, Kunst oder das Leben Johannes Pauls II. interessieren, und für jeden, der eine ruhige Pause vom Trubel der Altstadt sucht. Zurück ins Zentrum geht es zu Fuß über den Bahnhof und den Grüngürtel Planty.
Zeiten gültig bis 31. März 2027
Kwiecień–wrzesień 7:00–20:00, październik–marzec 7:00–18:00 (codziennie).
Wstęp wolny
Prüfe aktuelle Informationen vor dem Besuch.
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Geprüft: Oktober 2026