Kirchen & Klöster
Kruszyniany, Podlachien
Kruszyniany ist für seine hölzerne Moschee und den tatarischen Mizar (muslimischen Friedhof) bekannt, doch im Dorf leben seit Jahrhunderten mehrere Konfessionen. Am nördlichen Rand, an der Straße nach Łosiniany, steht auf dem orthodoxen Friedhof die Kirche St. Anna mit Zwiebelhaube. Neben Moschee und Mizar zeigt sie, wie hier seit Jahrhunderten Menschen verschiedener Religionen nebeneinander leben.
Der orthodoxe Friedhof entstand vermutlich um 1700, das genaue Datum ist unbekannt. 1829 wurde hier eine hölzerne Friedhofskirche errichtet, die ab 1958 Filiale der Pfarrei in Krynki war. 1981 wurde in Kruszyniany eine eigenständige Pfarrei gegründet, damals mit knapp hundert Gläubigen; die Holzkirche war 1977–1979 gründlich renoviert worden. Am 11. Dezember 1983 brannte sie ab. Die heutige gemauerte Kirche entstand 1984–1985 auf ihren Fundamenten.
2015 wurde der Innenraum erneuert – Ikonostase, Wände und Boden –, und am 7. August 2015, dem Patronatsfest, weihte Bischof Grzegorz von Supraśl die Kirche erneut. Die Gemeinde ist heute sehr klein: 2015 zählte sie 38 Mitglieder, nach anderer Angabe 2017 49.
Die Kirche liegt einige hundert Meter von der Moschee entfernt, beide lassen sich gut bei einem Spaziergang verbinden. Für Kirche und Friedhof genügen 15–20 Minuten; der Innenraum ist vor allem zu Gottesdiensten und zum Patronatsfest am 7. August geöffnet. Verhalten Sie sich auf dem Friedhof ruhig und schieben Sie kein Fahrrad zwischen den Gräbern.
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