Festungen
Złotoryja, Niederschlesien
Der runde Steinturm mit Ziegelzinnen steht an einer belebten Straße wenige Minuten vom Markt und ist der am besten erhaltene Teil der mittelalterlichen Befestigung von Złotoryja (Goldberg). Sein Eingang liegt nicht auf Straßenniveau, sondern in 6,6 Metern Höhe – so baute man Türme, die bei einer Belagerung letzte Zuflucht sein sollten.
Der Schmiedeturm (Baszta Kowalska) entstand Mitte des 14. Jahrhunderts und schützte das Obertor, eines der Stadttore. Im Mittelalter trug er einen gotischen Helm. Im 15. und 16. Jahrhundert diente er als Stadtgefängnis. Den Helm zerstörten napoleonische Truppen 1813 in der Schlacht um Goldberg. In den 1970er-Jahren wurde der Turm für Besucher geöffnet, Renovierungen folgten 1986–1987 und 2010. Er erinnert an die Befestigung der rechtlich ältesten Stadt Polens, die 1211 das Stadtrecht erhielt.
Der Turm steht frei an der Straße, Sie sehen ihn von allen Seiten. Seit den 1970er-Jahren ist er für Besucher zugänglich; fragen Sie vorab beim Kultur- und Freizeitzentrum Złotoryja, ob und wann Sie hinein können. Für den Turm genügt eine Viertelstunde; danach können Sie zum nahen Goldbergwerk „Aurelia“ am Nikolaiberg weitergehen.
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