Natur
Ein bewaldeter Tal-Einschnitt des Baches Jawornik und die Basalt-Organe auf dem Hügel Rataj — zwei Kapitel einer einzigen vulkanischen Geschichte im Land der erloschenen Vulkane. Das Gebiet gehört zum Landschaftspark Chełmy und liegt bei Myślibórz, wenige Kilometer südwestlich von Jawor in Niederschlesien.
Das Reservat wurde am 21. April 1962 zum Schutz geologischer Formen, seltener Pflanzen und natürlicher Wälder ausgewiesen. Es umfasst 9,72 ha, darunter 0,90 ha strengen Schutzes um den Standort des Zungenfarns — eines Farns, der hier als einziger in Niederschlesien wächst. Im Gestein sind Basaltkissen sichtbar, Zeugnis einer unterseeischen Eruption vor etwa 500 Millionen Jahren. Die Schlucht erreicht stellenweise Dutzende Meter Tiefe, der Jawornik, ein Nebenfluss der Nysa Szalona, mäandert über den Grund, und in den Wäldern lebt der Feuersalamander. Ein Lehrpfad führt durch die Schlucht; die Runde vom Parkplatz in Myślibórz misst etwa 6,5 km und dauert zwei bis drei Stunden.
Etwa einen Kilometer in die Gegenrichtung ragt auf dem Hügel Rataj (rund 350 m) ein Nek empor — ein verfestigter Vulkanschlot von vor 30 Millionen Jahren. Die Erosion hat schlanke Basaltsäulen mit einem Durchmesser bis 30 cm freigelegt, im mittleren Teil fast senkrecht und über 20 m hoch. Am Hang haben sich Spuren einer frühmittelalterlichen Burgsiedlung und einer Burg aus dem 13. Jahrhundert erhalten, die bis ins 15. Jahrhundert bestand. Zu den Organen führt der rote Wanderweg.
Startpunkt ist der Parkplatz in Myślibórz, in der Saison kostenpflichtig und am Nachmittag schnell voll. Das Gelände ist bewaldet, stellenweise wurzelig und uneben — festes Schuhwerk ist Pflicht. Mit dem Auto: Autobahn A4, dann die Woiwodschaftsstraße 363 Richtung Jawor und Landstraßen nach Myślibórz.
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