Burgen
In einem Dorf zwischen Schweidnitz und Jaworzyna Śląska verbirgt sich die einstige Sommerresidenz der Hochbergs — das Geschlecht ließ sich zuerst hier nieder, bevor es Schloss Fürstenstein übernahm. Eine Wasserburg bestand hier bereits im 14. Jahrhundert: 1374 wird der Ritter Hentschel von Reibnitz erwähnt, 1497 kaufte Conrad I. von Hochberg das Gut und begründete fast 450 Jahre Familiengeschichte.
Der Garten der Residenz war so berühmt, dass Friedrich der Große hier eine Nacht im Zelt unterm freien Himmel schlief. 1890 kamen Kaiser Franz Joseph I. und Wilhelm II. zu Militärmanövern hierher. Der 1720 zur Barockresidenz ausgebaute Herrensitz wurde 1868–1871 im Stil der Neorenaissance umgebaut; erhalten blieben Graben, der mächtige Turm mit Terrasse und der Landschaftspark, vom französischen Garten die romantische Ruine des Pavillons namens Favorita.
Im Zweiten Weltkrieg diente das Schloss als geheimer Kunstspeicher für Werke aus Berlin, Breslau und Fürstenstein. Heute öffnen sich die sanierten Innenräume — das Piano nobile mit Ballsaal, bemalter Decke und Musiksalon — an Wochenenden der touristischen Saison für Besucher, mit Führungen. Die Kulisse zieht Filmemacher an: Hier drehte man „Chopin, Chopin!“, den neuen „Lalka“-Film und die dritte Staffel der Serie „1670“.
Roztoka liegt in der Gemeinde Żarów, nicht weit von Schweidnitz und Schloss Fürstenstein. Karten gibt es vor Ort; außerhalb der Saisonwochenenden besichtigt man das Schloss von außen bei einem Spaziergang durch Park und Wirtschaftshof.
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