Natur
Über den Baumkronen des Tals Wodąca ragen die weißen Wände der Zegarowe-Felsen empor — eine der markantesten Kalksteinformationen der Krakau-Tschenstochauer Jura. Die Felsen liegen zwischen Smoleń und Złożeniec in der Gemeinde Pilica, im Smoleń-Niegowonice-Kamm, und ziehen Kletterer, Höhlenforscher und Liebhaber alter Sagen gleichermaßen an.
Den Namen gab den Felsen die Höhle Zegar („Uhr“) — die größte dieser Gruppe. Nach Überlieferungen ist in ihrem Inneren das Ticken eines geheimnisvollen Zeitmessers zu hören, und an Heiligabend und in der Johannisnacht soll es lauter werden — angeblich die Stimmen der Geister der früheren Bewohner. Archäologen haben die Anwesenheit des Menschen in den Felsen vom Paläolithikum bis zum Spätmittelalter bestätigt: Hier fand man Feuersteinwerkzeuge und Tierknochen. Daneben liegt die Höhle Jasna — eine Durchgangshöhle am Fuß eines als Aussichtspunkt dienenden Felsens; zum Gipfel führen Eisenklammern, einzelne Abschnitte sind schwierig.
An den Wänden sind Dutzende Wege erschlossen, einzelne Felsen tragen eigene Namen: Żagiel, Kursowa, Zegarowa, Mała Zegarowa, Lalka, Siekierezada und Wieloryb. Durch das Tal führt der rote Adlernester-Weg von der Burg in Smoleń, der blaue Weg von Ryczów her sowie der grüne Höhlenforscherpfad, der 2005 auf Initiative des Kulturzentrums in Wolbrom angelegt wurde.
Das Gelände ist kostenlos und rund um die Uhr ganzjährig zugänglich. Das Auto stellt man auf dem kostenlosen Parkplatz unterhalb der Burg Pilcza in Smoleń (1,1 km) oder hinter dem Ort Podlesie ab. In einem Ausflug lassen sich die Felsen mit den Ruinen der Burg Pilcza verbinden, weitere Ziele sind Ogrodzieniec (9,1 km) und die Błędów-Wüste (14,3 km).
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