Kirchen & Klöster
Über dem Marktplatz von Pilica erhebt sich die Kirche St. Johannes der Täufer und Johannes Evangelist — ein Gotteshaus mit königlichen Verbindungen. Errichtet wurde es dank Jadwiga Melsztyńska; nach ihrem Tod übernahm ihre Tochter Elżbieta Granowska — Tochter Ottos von Pilica und dritte Ehefrau König Władysław Jagiełłos — die Sorge um die Stiftung.
Das Innere entfaltet sich als Panorama der Epochen. Zu den vier Kapellen gehören: die barocke Josefskapelle mit Tonnengewölbe, Stuck und spätbarocker Wandmalerei; die gotische Annakapelle mit Kreuzrippengewölbe; die Grabkapelle der Padniewski mit einer nach dem Vorbild des Wawel gestalteten Kuppel und einem Kupfergemälde des Christus, der einen Kranken heilt; sowie die Kapelle des Herrn Jesus mit barockem Altar, gotischen Kruzifixen und Figuren der Maria, des hl. Johannes Evangelist, der Veronika und des Longinus.
Der gotisch anmutende Hochaltar birgt ein Bild der Madonna mit Kind, bekrönt von einer Gottvater-Statue; seitlich stehen Figuren der Kirchenpatrone. Die barocke Empore von 1884 schuf Stanisław Swarczyński aus Warschau; sie ist mit vergoldeten Medaillons mit König David und der hl. Cäcilia geschmückt. Die Sakristei im Norden bekrönt eine Attika mit den Wappen der früheren Besitzer von Pilica.
Ein Glockenturm mit drei Glocken stammt vom Ende des 18. Jahrhunderts. Die Kirche liegt an der Straße Partyzantów über dem Markt — am besten außerhalb der Gottesdienstzeiten zu besichtigen, verbunden mit einem Bummel durch den Ort.
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