Kirchen & Klöster
In der Nähe von Ogrodzieniec, auf einem Hügel im Zentrum von Giebło, steht das älteste sakrale Denkmal dieses Teils der Jura: die einschiffige Kirche des Heiligen Jakobus, erbaut aus Quaderstein in der Mitte des 12. Jahrhunderts. Sie ist eine der ältesten ländlichen romanischen Kirchen des ehemaligen Kleinpolens und eine Station auf dem Romanischen Weg.
Im Presbyterium und im östlichen Teil des Schiffs ist die ursprüngliche romanische Struktur aus dem 12. Jahrhundert noch ablesbar. In den Jahren 1900–1912 wurde die Kirche erweitert: Das Schiff wurde nach Westen verlängert, die Mauern um etwa einen Meter erhöht, der ursprüngliche Turm durch einen neuen ersetzt und an der Ostseite eine Backstein-Sakristei angebaut. Trotzdem behielt die Kirche ihren romanischen Charakter, einschließlich des heute noch sichtbaren rundbogigen Portals. Um sie herum steht eine Steinmauer aus dem Jahr 1787, dahinter der alte Kirchhoff.
Im Inneren befinden sich drei hölzerne Altäre mit Säulen: der Hauptaltar mit der Figur des Heiligen Jakobus sowie Seitenaltäre, die der Muttergottes und dem Heiligen Antonius gewidmet sind. Auf dem Turm hängt eine Glocke mit einer Inschrift von 1825. Die Kirche steht an der ul. Częstochowska 72, wenige Kilometer von der Burg Ogrodzieniec entfernt — sie lässt sich mit den weißen Felsen und Ruinen der Jura zu einem Ausflug verbinden.
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