Märkte & Altstädte
gmina Pilica, Schlesien
Der trapezförmige Platz in Pilica bewahrt den Grundriss aus der Zeit der Stadtgründung Ende des 14. Jahrhunderts – die Straßen gehen noch immer von seinen Ecken ab, genau dort, wo einst die Handelswege nach Krakau, Lelów, Żarnowiec und Sławków begannen. Mitten auf dem Marktplatz von Pilica, heute Adam-Mickiewicz-Platz, steht ein kleines Rathaus, das auf von Archäologen freigelegten Fundamenten rekonstruiert wurde, daneben ein überdachter Brunnen. Ein guter Ausgangspunkt für einen Rundgang durch eines der weniger bekannten Städtchen im Polnischen Jura.
Pilica wird erstmals Anfang des 13. Jahrhunderts erwähnt, doch die Siedlung lag damals woanders – auf dem St.-Peter-Hügel, etwa einen Kilometer vom heutigen Zentrum. Im 14. Jahrhundert zog sie ins Flusstal und erhielt wahrscheinlich 1393 das Magdeburger Stadtrecht. Damals wurden der Marktplatz und das bis heute erhaltene Straßennetz angelegt. Während der Schwedenkriege im 17. Jahrhundert brannten abziehende schwedische Truppen die Stadt nieder, und auch später brannte Pilica noch oft – deshalb stammen die Häuser am Markt überwiegend aus dem späten 19. und dem 20. Jahrhundert.
1870, wenige Jahre nach dem Januaraufstand gegen die russische Herrschaft, verlor Pilica per Zarenerlass das Stadtrecht. Erst 1994 erhielt es dieses zurück.
Der Marktplatz ist rund um die Uhr frei zugänglich; für einen Rundgang und einen Blick in die Kirche genügen 30–45 Minuten. Parken können Sie rund um den Platz. Wenige Gehminuten entfernt liegt die Schlossanlage mit Bastionsbefestigungen aus dem 17. Jahrhundert, und ganz in der Nähe entspringt der Fluss Pilica.
Eintritt frei
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