Historische Orte
Pilica, Schlesien
Bevor die Stadt im 14. Jahrhundert an einen günstigeren Ort verlegt wurde, lag Pilica genau hier – auf einem kleinen Hügel über dem Fluss, der heute St.-Peter-Hügel heißt und als Wiege von Pilica gilt. Vor rund 800 Jahren befand sich hier die erste städtische Siedlung, Alt-Pilica genannt, mit ihrer ersten Kirche. Von der letzten Kirche, die im Januar 1945 niederbrannte, sind ein hölzerner Glockenturm, eine gemauerte Sakristei, die Kirchhofmauer und Grabsteine des alten Friedhofs im Schatten alter Bäume erhalten.
Pilica gehört zu den ältesten Siedlungen in diesem Teil des Jura: Die erste Erwähnung stammt aus dem frühen 13. Jahrhundert, der Überlieferung nach bestand ein frühstädtisches Zentrum schon im 11. Jahrhundert. Begünstigt wurde es durch die Lage an der Route von Krakau nach Kalisz und weiter nach Großpolen. Auf dem Hügel entstand die erste Kirche, die bis zum Anfang des 15. Jahrhunderts Pfarrkirche der Stadt war. Der Holzbau hielt bis ins 16. Jahrhundert, dann zerfiel er vor Alter; bald entstand ein neuer, ebenfalls aus Holz. Ende des 17. Jahrhunderts wurde eine gemauerte Sakristei angebaut und in die Kirchhofmauer ein Glockenturm eingefügt. Noch in der Zwischenkriegszeit feierte man hier das Patronatsfest der Heiligen Petrus und Paulus. Im Januar 1945 brannte die Kirche bei heftigen deutsch-sowjetischen Kämpfen nieder. Eine Tafel auf dem Hügel nennt das überlieferte Jahr 1066 und die 950-Jahr-Feier von 2016 – das ist lokale Tradition, keine belegte Tatsache.
In Pilica selbst lohnt der Schloss- und Parkkomplex mit erhaltenen Bastionsbefestigungen – Schloss und Park sind privat und nicht zugänglich, die Bastionen aber von außen zu sehen. Dazu kommen die Kollegiatkirche, das kleine Hospitalkirchlein St. Georg in der ul. Krakowska, das Reformatenkloster in Biskupice und die Kirchenruine in Zarzecze. Etwa 3 km südlich stehen die Ruinen der Burg Pilcza in Smoleń am roten Adlerhorst-Weg und am blauen Weg der Jura-Festungen.
Der Hügel liegt am Ostrand von Pilica über dem Flusstal und ist ganzjährig kostenlos zugänglich. Hinauf geht es nur zu Fuß – lassen Sie das Auto in der Stadt. Etwa 30 Minuten reichen; nach Regen sind feste Schuhe ratsam. Es handelt sich um einen ehemaligen Friedhof und einen Ort der Erinnerung, bitte verhalten Sie sich ruhig und steigen Sie nicht auf die Gräber. Pilica liegt rund 20 km östlich von Zawiercie; verbinden Sie den Hügel mit einem Stadtbummel und einem Ausflug nach Smoleń.
Eintritt frei
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