Burgen
Im Norden von Tworków, zwischen Bäumen des ehemaligen Schlossparks, ragt der Turm des Palais auf — heute eine weitläufige Ruine mit Aussichtsterrasse auf der Spitze. Die erste Burg entstand hier vermutlich im 14. Jahrhundert, die heutige Gestalt ist das Werk gleich mehrerer Umbauten.
Im 16. Jahrhundert ließ Kasper Wiskota von Wodnik die Anlage gründlich umbauen, später ging sie an die Familie Reiswitz über. 1872–1874 verliehen die Freiherren von Saurma-Jeltsch der Residenz ihr neurenaissanceartiges Gesicht: ein neugotischer Turm im Ostflügel und Arkaden um den Innenhof kamen hinzu.
1931 brannte das Palais fast vollständig nieder — der Feuerschein war aus rund 60 km Entfernung zu sehen, und man munkelte von Brandstiftung für die Versicherung. Ein Wiederaufbau unterblieb; der Zweite Weltkrieg brachte den zweiten Brand. Nach 1945 entging das Gebäude dem Abriss.
Die Ruine gehört der Gemeinde Krzyżanowice, der Eintritt ist das ganze Jahr frei, und der Turm ist Teil des grenzüberschreitenden Silesianka-Weges — einem Netz von 34 Türmen und Aussichtsplattformen beidseits der Grenze. In der Nähe steht die barocke Kirche St. Peter und Paul mit einer Krypta voller Särge aus dem 17. Jahrhundert.
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