Burgen
Czorsztyn, Kleinpolen
Die Burg Czorsztyn (sprich etwa „Tschorschtin“) ist eine romantische Burgruine auf dem Schlossberg, rund 50 Meter über dem Czorsztyn-Stausee in den Pieninen. Jahrhundertelang bewachte die polnische Königsburg die Grenze zum Königreich Ungarn – genau gegenüber, am anderen Ufer, stand die ungarische Burg Niedzica. Heute gehört die Ruine zum Pieninen-Nationalpark, und von den Terrassen der Oberburg blickst du über den See, die Zips (Spisz) und bei klarer Sicht bis zur Hohen Tatra.
Czorsztyn liegt in Kleinpolen, nahe der slowakischen Grenze. Von Krakau (Kraków) bist du mit dem Auto etwa zwei Stunden unterwegs; aus Deutschland führt die Route über die A4 (Görlitz – Breslau/Wrocław – Kattowitz/Katowice – Krakau) und weiter über Neumarkt (Nowy Targ). Unterhalb der Burg gibt es einen Parkplatz: Wer die Ruine besichtigt, parkt die ersten 90 Minuten kostenlos, wenn beim Ausfahren die Burgtickets (für einen Pkw zwei Normaltickets) und der Parkbeleg vorgezeigt werden.
Im 13. Jahrhundert standen hier Holz-Erde-Befestigungen. Mitte des 14. Jahrhunderts war die Burg königlicher Besitz, Kasimir der Große ließ sie in Stein ausbauen. Polnische Könige machten hier auf dem Weg nach Ungarn Station – Władysław III. etwa 1440 für zwei Tage.
Das 17. Jahrhundert brachte die bewegtesten Kapitel: Starost Jan Baranowski (1616–1643) ließ die vierstöckige Bastei errichten, die bis heute seinen Namen trägt. Am 14. Juni 1651 besetzte Aleksander Kostka-Napierski, Anführer eines Bauernaufstands im Podhale, die Burg; königliche Truppen eroberten sie nach etwa zehn Tagen zurück. Während der schwedischen Invasion („Sintflut“) suchte König Johann II. Kasimir hier 1655 Zuflucht.
1790 setzte ein Blitzschlag die Dächer in Brand, sie wurden nie erneuert. Schon 1921 wurde die Ruine als Naturreservat geschützt, seit 1996 gehört sie zum Pieninen-Nationalpark.
Das Besondere ist das Gegenüber: Die polnische Burg Czorsztyn und die ungarische Burg Niedzica (auch Burg Dunajec) bewachten den Grenzfluss Dunajec von zwei Seiten. Die Zips gehörte bis 1920 zu Ungarn, das Gebiet um Czorsztyn zu Polen – heute trennt die beiden Burgen nur noch der Stausee.
In den Mauern wachsen seltene Pieninen-Pflanzen, im Sommer fliegt hier der Apollofalter.
Auf jeden Fall – plane etwa 60 bis 90 Minuten ein. Führungen bietet der Nationalpark nicht an, Infotafeln erklären die Anlage. Der Weg hinauf ist kurz, aber teils steil und mit Stufen – mit Kinderwagen oder Rollstuhl schwierig. Im Winter kann er vereist sein.
Gegenüber lohnt die Burg Niedzica mit Museum, wenige Kilometer östlich beginnt die Floßfahrt durch den Dunajec-Durchbruch, und Wanderwege führen auf die Drei Kronen (Trzy Korony).
Zeiten gültig bis 30. April 2027
1 maja – 30 września codziennie 9:00–18:00; 1 października – 30 kwietnia (także zimą 2026/27) wt.–nd. 10:00–15:00, poniedziałki nieczynne; zamknięte 1.01, 1.11, w Boże Narodzenie i Wielkanoc.
Bilet normalny 12 zł, ulgowy 6 zł (kasa przy wejściu, bez rezerwacji); dzieci do 7 lat i mieszkańcy gmin Czorsztyn, Krościenko n.D., Łapsze Niżne i Szczawnica bezpłatnie.
Zamek Czorsztyn, Czorsztyn (gmina Czorsztyn), woj. małopolskie — zarządca: Pieniński Park Narodowy, ul. Jagiellońska 107B, 34-450 Krościenko nad Dunajcem
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Geprüft: Oktober 2026