Seen & Gewässer
Ein künstlicher Stausee von rund 10,5 Quadratkilometern, gestaut durch die Talsperre an der Dunajec zwischen Pieninen und Gorce, vereint Energieerzeugung, Hochwasserschutz und Tourismus — mit Ausblicken, wie sie kaum ein natürlicher See bietet: die Burgen von Niedzica und Czorsztyn an den gegenüberliegenden Ufern und die Tatra am Horizont.
Der Bau dauerte fast drei Jahrzehnte, von 1970 bis 1997, in Betrieb genommen wurde der Stausee 1997. Die Staumauer ist 56 Meter hoch und 404 Meter lang, der See erstreckt sich über 9 Kilometer bei einem Ufer von knapp 30 km. Das Wasser speist ein Pumpspeicherkraftwerk mit 90,5 MW Leistung, das rund 140 GWh pro Jahr erzeugt. Nur wenige Wochen nach der Eröffnung bewies der See seinen Wert: Während des Jahrhunderthochwassers im Juli 1997 staut er die Flutwelle und schützte so die Städte im Dunajec-Tal.
Über den Ufern thronen die Ruinen der Burg Czorsztyn und die Burg Dunajec in Niedzica; dazwischen verkehren Schiffe, auf dem See fährt man Kajak und Tretboot. Eine künstliche Vogelinsel ist zum Zufluchtsort für Wasservögel geworden, rund um den Stausee führt der Radweg VeloDunajec.
Niedzica, Frydman und Czorsztyn sind gute Ausgangspunkte. Planen Sie einen halben Tag für eine Schifffahrt zwischen den Burgen plus Besichtigung einer der Festungen; mit dem Rad schaffen Sie die Runde in 2–3 Stunden mit Pausen. Selbst im Sommer ist das Wasser kalt — das ist ein Gebirgsstausee, kein Badesee.
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