Nationalparks
Sromowce Niżne, Kleinpolen
Der Pieninen-Nationalpark (Pieniński Park Narodowy) ist der älteste Nationalpark Polens, gegründet am 1. Juni 1932, und eine der schönsten Landschaften der polnischen Karpaten. Auf nur 23,5 km² findest du die Kalkfelsen der Drei Kronen (Trzy Korony) und der Sokolica, den Dunajec-Durchbruch mit seinen traditionellen Floßfahrten und die Burgruine Czorsztyn. Der Park liegt an der slowakischen Grenze, rund zwei Autostunden südlich von Krakau (Kraków).
Der Park entstand 1932 als erster Nationalpark Polens, gleichzeitig mit einem Schutzgebiet auf der damals tschechoslowakischen Seite. Heute besteht auf slowakischer Seite ein eigener Pieninen-Nationalpark (PIENAP); zusammen bilden beide ein grenzüberschreitendes Schutzgebiet. Die Pieninen sind eine schmale Kette aus Kalkfelsen, die der Dunajec in einem tiefen Durchbruchstal durchschneidet.
Auf kleiner Fläche leben erstaunlich viele Arten: rund 1.100 Gefäßpflanzen, darunter Endemiten, und etwa 7.000 Tierarten. Wappentier des Parks ist der Apollofalter, für den es ein eigenes Schutzprogramm gibt. Auf der Sokolica wächst eine knorrige Reliktkiefer – eines der meistfotografierten Bäume Polens, deren Krone im September 2018 vom Rotorwind eines Rettungshubschraubers abgebrochen wurde; der Baum lebt jedoch weiter.
Im Park gibt es rund 35 km markierte Wege. Offizielle Gehzeiten:
Wer fit ist, verbindet Drei Kronen und Sokolica über den Kammweg Sokola Perć zu einer Tagestour mit felsigen, teils ausgesetzten Passagen. Für Familien mit kleineren Kindern ist die Sokolica ab Szczawnica die beste Wahl: kurze Strecke, Bootsfahrt über den Dunajec als Bonus und ein spektakulärer Blick am Ziel. Die Floßfahrt ist für Kinder ebenfalls ein Erlebnis – Kinder bis 10 Jahre zahlen den ermäßigten Preis.
Das letzte Stück zur Okrąglica führt über steile Stufen; in der Saison bilden sich oben Warteschlangen. Im Oktober 2026 warnt der Park vor matschigen, rutschigen Wegen – Stöcke und gutes Schuhwerk sind sinnvoll.
Stand: Oktober 2026:
Gute Ausgangsorte sind Krościenko nad Dunajcem und Szczawnica. Von Krakau fährst du etwa 2–2,5 Stunden mit dem Auto, außerdem verkehren Busse. Aus Deutschland ist die Anreise lang: Von Dresden über Breslau und Krakau sind es rund 700 Kilometer – ideal also als Teil einer Rundreise mit Krakau und Zakopane, das nur rund eine Autostunde entfernt liegt.
Lohnt sich der Besuch? Unbedingt – am schönsten im Mai, Juni und September, wenn weniger los ist. Im Oktober leuchten die Buchenwälder, doch die Tage sind kurz und die Flöße fahren nur bis Monatsende. Starte früh, dann hast du bessere Sicht und ruhigere Gipfel. Im Winter sind die Wege offen und gebührenfrei, die Stufen zur Okrąglica können dann aber vereist sein. Beschilderung und Informationstafeln sind überwiegend polnisch.
Auf der slowakischen Seite liegt das Rote Kloster (Červený Kláštor), erreichbar über einen Fuß- und Radweg am Fluss. In Szczawnica fährt ein Sessellift auf die Palenica, und am Czorsztyn-Stausee thront die Burg Niedzica.
Park i szlaki dostępne przez cały rok (szlaki tylko w dzień); punkty widokowe Trzy Korony i Sokolica płatne od 1 kwietnia do 15 listopada.
Wstęp do parku bezpłatny; Trzy Korony i Sokolica (1.04–15.11): 10 zł normalny, 5 zł ulgowy, dzieci do 7 lat bezpłatnie – jeden bilet na oba punkty tego samego dnia.
Prüfe aktuelle Informationen vor dem Besuch.
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Geprüft: Oktober 2026