Kirchen & Klöster
In Frydman in der Zips, an der Straße entlang der Białka, steht das älteste Denkmal sakraler Architektur des gesamten Podtatrze-Gebiets: die Kirche des heiligen Stanislaus. Ihr frühgotischer Kern entstand höchstwahrscheinlich an der Wende vom 13. zum 14. Jahrhundert, bereits damals aus Bruchstein.
Die gemauerte, einschiffige Kirche mit Strebepfeilern besitzt ein gotisches Presbyterium und ein dreijochiges Schiff. Zu den ältesten Details gehören ein romanisches Fensterchen in der Ostwand der Sakristei, ein frühgotisches Portal und ein frühgotischer steinerner Kopf in der Ecke des Schiffs; in den Fenstern hat sich gotisches Maßwerk erhalten. Das Tonnengewölbe des Schiffs stammt von 1708, und 1764 wurde von Norden die achteckige, zentral angelegte Marienkapelle angebaut, deren barocke Ausstattung als besonders prachtvoll gilt. Den Turm bekrönt eine Attika vom Ende des 18. Jahrhunderts — darunter verbergen sich Spuren des früheren hölzernen Wehrgangs, der im 18. Jahrhundert abbrannte.
Der örtlichen Legende nach hörte Jan III Sobieski hier eine Messe, als er von Wien über das Zamagurze zurückkehrte — seinen Namen trägt heute die Straße an der Kirche. Frydman besaß seit dem 17. Jahrhundert den Status eines Städtchens und lag bis 1918 innerhalb des Königreichs Ungarn; in der Nähe steht auch ein Renaissance-Kastell aus den Jahren 1585–1590.
Die Kirche umgibt eine Mauer mit zwei Toren und einem Glockenturm. Nahe vorbei fließt die Białka, die in den Stausee Czorsztyn mündet — mit Anlegestelle und Ausgangspunkt für die Pieninen Spiskie.
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