Kirchen & Klöster
Nowy Targ, Kleinpolen
Die hölzerne Kirche der Heiligen Dreifaltigkeit und des hl. Antonius des Großen in Łopuszna (Gemeinde Nowy Targ) ist ein spätgotischer Bau aus dem letzten Jahrzehnt des 15. Jahrhunderts, geweiht 1504. Sie steht am Dunajec, an der Mündung des Baches Czerwonka, neben dem Herrenhaus der Familie Tetmajer. Ihr wertvollstes Stück ist ein gotisches Triptychon um 1460, und eng mit ihr verbunden ist der Priester und Philosoph Józef Tischner.
Die erste Kirche entstand vermutlich nach der Lokation des Dorfes 1364 – bereits 1400 wird ein Rektor „ecclesiae in Lopuszno“ erwähnt. Der heutige Bau wurde im letzten Jahrzehnt des 15. Jahrhunderts in Blockbauweise aus Tannenholz errichtet. 1504 weihte ihn der Krakauer Bischof Jan Konarski mit einem langen Patrozinium: Heilige Dreifaltigkeit, Mariä Geburt, hl. Stanislaus und hl. Antonius der Große. Um 1600 kam ein Turm in Ständerbauweise hinzu.
Die Pfarrei war klein und arm: 1529 betrug der Zehnt für den Bischof nur 16 Groschen, 1596 wurde sie aufgelöst und Ostrowsko angegliedert; erst 1792 wurde sie wiederhergestellt. Da die Kirche auf häufig überschwemmtem Gelände steht, wurde sie oft repariert. Umbauten 1932 und nach dem Hochwasser 1934–1935 zerstörten die ursprünglichen Spitzbogenportale; nach einem weiteren Hochwasser 1997 wurde die Kirche 2005–2006 gründlich konserviert.
Józef Tischner feierte hier am 10. Juli 1955 seine Primiz, und am 2. Juli 2000 fand in Łopuszna seine Totenmesse unter Leitung von Kardinal Franciszek Macharski statt. Der Philosoph schrieb über die Kirche als einen „Ort der Stille“, den jede Generation seit dem 15. Jahrhundert vor Wind und Wasser bewahrt habe.
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