Paläste
Łopuszna, Kleinpolen
Der Gutshof in Łopuszna ist einer der schönsten erhaltenen hölzernen Adelshöfe Kleinpolens: ein weiß getünchter, eingeschossiger Bau mit hohem, geschindeltem Mansarddach am Fuß der Gorce-Berge, etwa 10 km östlich von Nowy Targ (früher Neumarkt). Seit 1978 ist er eine Filiale des Tatra-Museums in Zakopane. Ein lohnender Halt zwischen der Hohen Tatra und den Pieninen — mit einer Holzkirche aus dem 15. Jahrhundert gleich nebenan.
Ein Vorwerk gab es hier schon im 16. Jahrhundert, den Gutshof selbst errichtete um 1790 Romuald Lisicki, Teilnehmer der Konföderation von Bar. Später gehörte er Leon Przerwa-Tetmajer und seiner Frau Ludwika, danach ihrer Tochter Kamila und deren Mann Kazimierz Lgocki. Die Lgockis bauten 1892 um: Die Holzwände wurden verputzt und geweißt, runde Holzsäulen tragen seitdem das schwere Dach.
Nach dem gescheiterten Novemberaufstand gegen Russland (1830/31) versteckte sich hier der romantische Dichter Seweryn Goszczyński; sein Reisetagebuch enthält die älteste gedruckte Beschreibung des Hofes. In der Zwischenkriegszeit betrieben die Lgockis einen modernen Hof mit dem größten Schafstall im Tatravorland. Nach 1945 verstaatlicht, verfiel das Gut, bis das Tatra-Museum es im Mai 1978 übernahm.
Geöffnet Mittwoch bis Sonntag, 9–16 Uhr (letzter Einlass 15:30); Montag und Dienstag geschlossen. Eintritt 10 zł, ermäßigt 5 zł, Führung 30 zł. Donnerstags sind Dauerausstellungen gratis. Ein Wochenticket für alle Filialen des Tatra-Museums kostet 69/34 zł. Wegen laufender Restaurierungsarbeiten lohnt ein Anruf vorab (+48 535 668 777). Plane 45–60 Minuten ein.
Łopuszna liegt an der Straße von Nowy Targ Richtung Krościenko und Pieninen; der Hof ist von der Straße aus sichtbar. Von Zakopane sind es rund 40 Minuten, von Krakau (Kraków) knapp zwei Stunden mit dem Auto. Wer aus Deutschland in die Tatra fährt, kommt meist über Krakau.
Lohnt sich der Besuch? Ja — besonders als Zwischenstopp auf dem Weg zur Floßfahrt auf dem Dunajec. Wer sich für die Kultur des polnischen Landadels und die Romantik interessiert, findet hier einen authentischen Ort abseits der Besucherströme von Zakopane.
Środa–niedziela 9:00–16:00 (ostatnie wejście 15:30); poniedziałek i wtorek nieczynne. Trwają prace remontowo-konserwatorskie, dom Klamerusów niedostępny.
Wystawa czasowa: normalny 10 zł, ulgowy 5 zł; oprowadzanie 30 zł; mieszkańcy m.in. gminy Nowy Targ i Zakopanego 1 zł; czwartek bezpłatny na wystawach stałych.
Prüfe aktuelle Informationen vor dem Besuch.
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Geprüft: Oktober 2026