Natur
In Żyglin — einem Ortsteil von Miasteczko Śląskie im Powiat Tarnowskie Góry — verbirgt sich an der Straße Przygodna eine Naturbesonderheit ohne Tafel und Zaun: eine Sanddüne. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war sie noch mächtig, doch im Lauf des Jahrhunderts verschwand sie fast, da die Zinkhütte in Miasteczko Śląskie Sand aus ihr entnahm. Nur ein einziges Fragment blieb erhalten, das nicht mehr abgebaut wurde — auf ihm steht ein Strommast.
Das ist mehr als eine Landschaftskuriosität. In der Düne fanden sich Spuren mesolithischer Besiedlung, datiert — laut den bei den Funden angegebenen Einordnungen — auf etwa 4000 v. Chr. Archäologen identifizierten rund 200 Fragmente von Werkzeugen aus Feuerstein und Stein, die der Bearbeitung von Häuten, Knochen und Holz dienten, einige fungierten als Waffen. Die Funde belegen die Anwesenheit von Jägern und Sammlern im Herzen der heutigen Woiwodschaft Schlesien.
Die Düne ist frei zugänglich und nicht eingezäunt; eine Informationstafel gibt es nicht, daher orientiert man sich am besten an der Adresse der Straße Przygodna. Mit dem Fahrrad führt der Weg von der Straße Śląska und weiter über die Przygodna durch den Wald. Weitere Untersuchungen sind möglich und könnten die nächsten Kapitel dieser Geschichte offenlegen — die Düne bleibt einer der stilleren Zeugen der früheren Natur und Vorgeschichte der Region.
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