Kirchen & Klöster
An der Straße Dworcowa in Miasteczko Śląskie steht die Holzkirche Mariä Himmelfahrt von 1666 — ein Tempel, älter als das Ortszentrum, wie wir es kennen. Er entstand, als die Einwohner noch in Żyglin zur Kirche gingen, mehr als hundert Jahre nach der Gründung der Siedlung.
Bis 1815 lag um die Kirche ein Friedhof, und der einzige Eingang führte durch den Glockenturm — eine wehrhafte und zugleich ordnende Lösung, typisch für schlesische Holzkirchen. Heute steht daneben eine neuere gemauerte Pfarrkirche, während die Holzkirche seit 1928 Denkmalstatus hat.
Ein interessantes Kapitel schrieb Pfarrer Teodor Christoph, der die Kirche ab Juli 1871 betreute. Er gründete die Bruderschaft des Gebetsapostolats und die Bruderschaft der Sieben Schmerzen Mariens, baute das Pfarrhaus und kaufte einen gotischen Altar — eine Spur von Mäzenatentum, die im kleinen Städtchen selten war. Im 20. Jahrhundert wurde die Kirche zweimal restauriert und erhielt ihren ursprünglichen Charakter zurück.
Die Kirche liegt im Powiat Tarnowskie Góry, ca. 10 Fahrminuten von Tarnowskie Góry. Der Zugang ist meist zu den von der Pfarrei angegebenen Öffnungszeiten möglich (u. a. Dienstag und Donnerstag vormittags, nachmittags an anderen Tagen) — bestätigen Sie den Plan telefonisch. Verbinden Sie den Besuch mit dem See Nakło-Chechło (3 km), dem Park in Świerklaniec (7 km) und den UNESCO-Denkmälern von Tarnowskie Góry (Silberbergwerk, Schwarzwasserstollen).
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