Paläste
In einem Wald zwischen Zyglynek und Bibiela, einem Weiler von Miasteczko Śląskie, verbirgt sich ein hölzernes Jagdschloss mit auffälligen, verzierten Giebeln, auf denen gelbe Hörner zu sehen sind. Es wurde um 1890 von den Henckel von Donnersmarck erbaut, den Eigentümern der umliegenden Wälder, die hier — auch in das nahe Kalety — zur Jagd kamen.
In den 1970er Jahren übernahm die Partei das Schlösschen und es diente dem Ersten Sekretär Edward Gierek — daher der umgangssprachliche Name „Gierkówka". Zu seiner Zeit gab es ein Schwimmbecken, einen Garten und einen Obstgarten, die sich nicht erhalten haben. Zuvor bestand hier Ende des 19. Jahrhunderts ein Försterhaus, das eine Zeit lang alleinerziehenden Müttern diente, und das Gebäude gehörte einem Forstamt.
Das Dorf wurde erstmals 1683 erwähnt — der Name soll vom Müller Szymon Bibiela stammen — und erlangte als Kolonie von zehn Bauernhöfen 1825 eine eigene Verwaltung mit eigenem Dorfvorsteher. In den umliegenden Wäldern, auf dem Gebiet namens Pasieki, entdeckte man vor 1860 Vorkommen von Eisenerz sowie Zink- und Bleierz; 1889 entstanden zwei Bergwerke, die bis zu einer Flutung 1917 in Betrieb waren. In der oberschlesischen Volksabstimmung von 1921 stimmten 98 Einwohner für Polen und 58 für Deutschland.
Das Schlösschen ist Privatbesitz, und der Eigentümer wünscht keine Besuche — man kann es nur aus der Ferne von der Waldstraße aus betrachten. Von der Schranke, die den Weg versperrt, geht man etwa 150 Meter zu Fuß. Buslinie 87 aus Tarnowskie Góry erleichtert die Anfahrt; in der Nähe liegen der See Nakło-Chechło (5,9 km) und der Park in Świerklaniec (7 km).
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