Kirchen & Klöster
Im Nordteil des Schlossparks von Świerklaniec steht die neugotische Kirche des Guten Hirten — die evangelische Schlosskirche des Geschlechts Henckel von Donnersmarck, durch einen offenen Kreuzgang mit dem Familienmausoleum verbunden, über dem die kupferne Friedensengel-Figur thront.
Den Tempel errichtete man 1896–1897 auf Wunsch des Grafen Guido von Donnersmarck nach Plänen des Plesser Architekten Julius Carl Raschdorff. Die Kirche war für den Grafen, seine Familie und die Beamten der nahen Residenz gedacht; als Vorbild diente das Berliner Monbijou. In den Jahren 1903–1905 wurde nördlich das Familienmausoleum angebaut, verbunden durch einen Kreuzgang mit verzierten Bögen — zusammen bilden sie ein neugotisches Sakral- und Sepulkralensemble.
Der Zweite Weltkrieg überstand der Komplex unversehrt, doch 1945 wurde er ausgeplündert — Glasmalereien und Orgel gingen verloren, die Ausstattung wurde geraubt. Nach den Nachkriegssanierungen kehrte die Kirche in den sakralen Dienst zurück: Heute ist sie eine katholische Filialkirche der Pfarrei Christkönig in Świerklaniec.
In der Gruft des Mausoleums ruhen unter anderen Guido Henckel von Donnersmarck und seine erste Frau Blanka, Markgräfin de Paiva. Die Kirche in der Parkowa-Straße gilt als beliebter Trauort der Region; in der Saison finden Sonntagsmessen statt, Hochzeiten gibt es samstags. Verbinden Sie den Besuch mit einem Spaziergang durch den Park und dem Kavalierspalais, Resten der Residenz Kleines Versailles.
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