Historische Orte
Neben der Herz-Jesu-Kirche in Nakło Śląskie steht das neoromanische Mausoleum der Familie Henckel von Donnersmarck. Die Familiennekropole der Nakłoer Linie entstand 1898 nach einem Entwurf des Wiener Architekten Hugo Heer, der auch die benachbarte Kirche entworfen hatte.
Der Nakłoer Besitz gelangte Ende des 17. Jahrhunderts in die Hände der Donnersmarcks und blieb bis 1945 in ihrem Eigentum. Um 1900 vertrat Graf Lazarus IV. Henckel von Donnersmarck die örtliche Linie; auf seine Initiative hin entstand in den 1890er Jahren die Pfarrkirche, daneben das Familiengrabmal. Das Mausoleum war für die Angehörigen der Nakłoer Familienlinie bestimmt; hier ruhen unter anderem Graf Lazarus und seine Frau Maria.
Das Gebäude wurde aus Ziegelstein mit steinernen Baudetails auf dem Grundriss eines griechischen Kreuzes errichtet. Den Kern bildet ein Achteck mit steilem Zeltdach, bekrönt von einer kleinen Laterne. Über dem Eingang prangt der Wappenkartusche der Donnersmarcks, im Inneren hängen Epitaphien der Familienmitglieder, die nach 1945 im Exil starben.
Das Mausoleum steht auf dem Kirchengrundstück an der ulica Główna und ist im Alltag für Besucher verschlossen – Touristen betrachten es von außen. Ein Besuch lässt sich gut mit dem drei Kilometer entfernten See Chechło und den Sehenswürdigkeiten von Tarnowskie Góry verbinden, darunter der unterirdische Rundgang der ehemaligen Silbergrube.
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