Kirchen & Klöster
Die Herz-Jesu-Kirche in Nakło Śląskie ist ein neugromanischer Backsteinbau mit von der byzantinischen Kunst inspirierten Elementen. Sie wurde 1892–1894 nach einem Entwurf von Hugo Heer errichtet, als die wachsende Siedlung die bisherige Kirche in Żyglin nicht mehr ausreichend nutzen konnte. Das Gotteshaus steht in der Główna-Straße 3 nahe dem Donnersmarck-Palais.
Etwa 90 % der Baukosten übernahm Łazarz IV Henckel von Donnersmarck, der Besitzer der örtlichen Güter; den Rest sammelten die künftigen Gemeindemitglieder. Nach der Fertigstellung 1894 wurde die Kirche Sitz der selbstständigen Pfarrei zum Heiligsten Herzen Jesu.
Hugo Heers Entwurf verbindet neuromanisches Ziegelmauerwerk mit byzantinischen Akzenten. In den quadratischen Grundriss ist ein Achteck eingefügt, das von einer achteckigen Kuppel bekrönt wird; am westlichen Eingang stehen zwei niedrige Türme. Nördlich der Kirche befindet sich das neugromanische Ziegelmausoleum der Donnersmarcks von 1889. Dort liegen unter anderem der Stifter der Kirche und seine Ehefrau begraben.
Die Kirche ist ein aktives Pfarrgotteshaus. Für den Innenbesuch sollte man die Gottesdienste meiden und den Zugang bei der Pfarrei bestätigen. In der Nähe liegen das frühere, seit 1899 von Borromäerinnen geführte Pflegehaus und das Palais von Nakło Śląskie in etwa 200 Metern Entfernung. Für Kirche und Außenansicht des Mausoleums reichen 30–45 Minuten; die Pfarradresse lautet Główna-Straße 3, 42-620 Nakło Śląskie.
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