Wasserfälle
Wisła, Schlesien
In Wisła Czarne, an der Straße vom Stadtzentrum zum Czerniańskie-See, stürzt der Bach Wisełka als breiter Schleier über eine Steinschwelle in ein Betonbecken. Der Wasserfall ist rund 8 Meter hoch und entstand in den 1950er-Jahren als wasserbauliche Anlage, nicht als Naturwerk. Dank der Fichten und Felsen ringsum ist er trotzdem einer der beliebtesten Fotostopps auf dem Weg zur Barania Góra.
Die Bachnamen in Czarne sorgen leicht für Verwirrung. Im Czerniańskie-See vereinigen sich die Weiße und die Schwarze Wisełka, und das Wasser unterhalb des Damms fließt als Wisełka weiter. Zur Weichsel wird sie erst weiter unten, nach der Mündung der Malinka von rechts. Der Wasserfall liegt genau auf diesem kurzen Abschnitt der Wisełka unterhalb des Stausees. Ältere Beschreibungen verorten ihn manchmal an der Weißen Wisełka, Bildbeschreibungen und Reiseführer nennen jedoch die Wisełka.
Wenige Minuten weiter oben steht der Damm von 1973, der den Czerniańskie-See aufstaut. Der Stausee schützt die tiefer gelegenen Gebiete vor Hochwasser und liefert Trinkwasser für Wisła und Ustroń; Baden und Angeln sind daher verboten. Die Höhe des Damms wird unterschiedlich angegeben: 30 oder 37 Meter, bei einer Länge von etwa 270 Metern. Der See liegt im Naturschutzgebiet „Wisła“, das unter anderem zum Schutz der Bachforelle in der Weißen und Schwarzen Wisełka eingerichtet wurde.
Der Wasserfall ist von der Straße aus zu sehen, der Zugang ist frei. Für Fotos und eine kurze Pause genügen 15–20 Minuten. Gut kombinieren lässt er sich mit einem Spaziergang um den See, einem Besuch im Schlösschen des Staatspräsidenten am Westufer oder einer Wanderung durch das Tal der Weißen Wisełka an den Rodło-Kaskaden vorbei auf die Barania Góra. Der Weg vom Parkplatz in Czarne zum Gipfel ist rund 7,7 km lang und dauert bergauf etwa 2,5 Stunden.
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