Berge & Gipfel
Istebna, Schlesien
Am Szarcula-Pass (ca. 760 m) fließt Regen auf der einen Seite des Kamms in die Weichsel und zur Ostsee, auf der anderen über die Olsa in die Oder. Der Pass ist ein flacher Sattel im Massiv der Barania Góra in den Schlesischen Beskiden, liegt auf der europäischen Hauptwasserscheide und bildet zugleich die Grenze zwischen den Gemeinden Wisła und Istebna. Hier kreuzt der Beskiden-Hauptwanderweg einen gelben Weg von Wisła nach Istebna – für viele Wanderer ist Szarcula daher der Ausgangspunkt zur Barania Góra.
Der Name erinnert an eine frühere Bergwiese, die im 17. und 18. Jahrhundert ein lebhaftes Zentrum der Almwirtschaft war. Er geht auf den Familiennamen Szarzec zurück, der bereits 1722 in einem Verzeichnis der Siedler von Wisła auftaucht. Die Wiese ist längst zugewachsen, der Name blieb auf Karten und Wegweisern erhalten. Heute gibt es am Pass einen überdachten Rastplatz mit Bänken, Infotafeln und eine Übersicht der Wanderwege.
Der Sattel liegt zwischen der Kubalonka (830 m) im Nordwesten und der Erhebung Szarcula (803 m) im Südosten. Über den Pass führt eine schmale Straße vom Kubalonka-Pass hinunter ins Tal der Czarna Wisełka, Richtung Präsidentenschlösschen (Zameczek) in Wisła-Czarne. Rund 300 m südöstlich liegt am roten Weg die Dorkowa Skała, eine kleine Felsgruppe.
Am einfachsten parken Sie am Kubalonka-Pass an der Straße Wisła–Istebna und gehen auf dem roten Weg zur Szarcula – ein kurzer, fast ebener Spaziergang. Der Pass selbst bietet weder Aussicht noch Einrichtungen außer dem Rastplatz; betrachten Sie ihn als Knotenpunkt einer längeren Tour: nach Stecówka mit der Holzkirche, weiter nach Przysłop und zur Barania Góra oder hinunter nach Istebna. Im Winter kann die Straße über die Szarcula vereist sein, und die Wege können verschneit sein – Grödel sind hilfreich.
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