Museen
In Andziołówka, einem Weiler von Istebna an den Hängen der Schlesischen Beskiden, in der ehemaligen Werkstatt des Künstlers befindet sich das Jan-Wałach-Museum — gewidmet dem Grafiker, Maler und Bildhauer, einem Meister des Holzschnitts, der fast sein ganzes Leben mit diesem Goralendorf verbunden war.
Wałach (1884–1979) wurde in Istebna geboren und studierte an der Kunstgewerbeschule in Zakopane (1902–1904), an der Krakauer Akademie der Bildenden Künste bei Józef Mehoffer und Julian Fałat (1904–1908) sowie in Paris. Im Ersten Weltkrieg war er Regimentsmaler, berühmt machten ihn Holzschnitte mit Goralenmotiven und Dorfszenen; 1937 erhielt er dafür auf einer Ausstellung in Paris die Bronzemedaille. Er entwarf Glasfenster (u. a. in Chybie, Goleszów und Jedlicze) und schuf Kruzifixe für die Kathedrale Christkönig in Katowice. Nach dem Krieg schuf er fast in Vergessenheit in seiner Istebnaer Werkstatt; die große Retrospektive kam erst 1999.
Das Museum ist im Gebäude der ehemaligen Werkstatt in Andziołówka untergebracht, etwa einen Kilometer von der Gaststube an der Straße nach Kubalonka. Bis zu ihrem Tod 2015 kümmerte sich die Tochter des Künstlers, Barbara Wałach, darum. Gesammelt werden Gemälde, Grafiken, Skulpturen und Holzschnitte; Wałachs Werke schmücken auch die Guten-Hirten-Kirche in Istebna, an deren Friedhof der Künstler ruht.
Andziołówka, Istebna (Powiat Cieszyn). Es handelt sich um eine private Einrichtung — Öffnungszeiten und Preise bitte vor dem Besuch telefonisch bestätigen. In der Nähe: Wisła (5 km) und Barania Góra (8 km).
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