Seen & Gewässer
Im Nordwesten von Świętochłowice, im Lipinki-Tal an der Grenze zu Bytom, liegt der Staw Ajska, das größte Gewässer dieses städtischen Tals. Die Umgebung trägt deutliche Spuren der Industriegeschichte: Rotbraune Berge- und Schlackenhalden ragen über das Wasser, Überreste der ehemaligen Zinkhütte Guidotto in Chropaczów. Trotz dieser Degradierung ist das Gelände zu einem beliebten Spazierziel der Anwohner geworden.
Neben dem Ajska liegen im Tal weitere kleine Teiche und Ausbuchtungen des Baches Lipinki. Um den größten Teich führt ein Pfad, und die Ufer sind von üppiger Vegetation der Feuchtgebiete bewachsen. Wasservögel suchen hier Nahrung und nisten: Stockenten, Blässhühner, Teichhühner, Möwen und Schilfrohrsänger. Die halb verwilderte Landschaft mit umgestürzten Bäumen lädt zu ruhigen Spaziergängen und zur Vogelbeobachtung mit dem Fernglas ein.
In der Nähe des Teichs stehen Kampfbunker der Widerstandspunkte Łagiewniki i Godula, gebaut kurz vor dem Zweiten Weltkrieg. Sie gehörten zum Befestigungsgebiet Schlesien, das zwischen 1933 und 1939 zum Schutz der Industrie Oberschlesiens errichtet wurde. Einst rasten Motorräder über die Halden: Hier lag eine Motocross-Strecke, und die schlesischen Offroad-Meisterschaften fanden statt. Am Teich wurden auch Filmszenen gedreht, unter anderem für Perle in der Krone und den Film Franek für das Museum der Schlesischen Aufstände in Świętochłowice.
Das Gelände hat keine touristische Infrastruktur: kein Eis, keine Bänke und keine befestigten Wege, und die Ufer sind nicht kinderwagentauglich. Ihr Auto lassen Sie an der Kościelna-Straße, von dort sind es etwa 200 Meter zu Fuß zum Teich. Nehmen Sie Decke und Picknick mit und steigen Sie auf die Halde für einen weiten Blick über das Tal.
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