Berge & Gipfel
Janowice Wielkie, Niederschlesien
Der Skopiec ist ein bewaldeter Gipfel im Bober-Katzbach-Gebirge (Góry Kaczawskie) in Niederschlesien, oberhalb des Dorfes Komarno (Kammerswaldau) bei Wojcieszów (Kauffung). Für viele Wanderer ist er der bequemste Punkt der „Krone der polnischen Berge“, einer beliebten Liste der höchsten Gipfel aller Gebirgszüge Polens: Vom Parkplatz bist du in einer Viertelstunde oben. Der Gipfel selbst bietet keine Fernsicht, doch die kurze Runde mit Blick auf das Riesengebirge lohnt sich auch ohne Gipfelstempel.
Der Berg liegt in der Gemeinde Janowice Wielkie (Jannowitz), rund 3 km südwestlich von Wojcieszów. Die nächste größere Stadt ist Jelenia Góra (Hirschberg), gut 15 km entfernt. Aus Deutschland fährst du am einfachsten über Görlitz und Hirschberg; ab Görlitz sind es grob 100 km, ab Dresden etwa doppelt so viel. Von Hirschberg folgst du der Straße Richtung Bolków (Bolkenhain) und biegst nach Komarno ab. Am oberen Dorfende, unter dem Komarnicka-Pass, liegt ein kleiner, kostenloser Schotterparkplatz.
Mit öffentlichen Verkehrsmitteln wird es mühsam: Nach Komarno fahren nur wenige Busse aus Hirschberg. Den aktuellen Fahrplan findest du beim städtischen Verkehrsbetrieb MZK Jelenia Góra.
Die Höhenangabe sorgt regelmäßig für Verwirrung. Gipfelschild und Gipfelsammler-Listen nennen 724 m, ein Wert aus der Zeit, als der Skopiec als höchster Berg des Bober-Katzbach-Gebirges galt. Neuere Messungen, unter anderem mit Laserscanning aus der Luft, ergeben etwa 720,7 m; ein Vermessungspunkt rund 40 m nördlich des höchsten Punkts liegt bei 718,6 m. Damit sind die Nachbarn Okole und Folwarczna höher, und der Skopiec ist nur noch die Nummer drei im Gebirge. In der Krone der polnischen Berge ist er trotzdem geblieben – am Gipfelpfosten hängt ein Kasten mit Stempel.
Vom Parkplatz gehst du hinauf zum Komarnicka-Pass. Nach etwa 200 m kommst du an einer kuriosen Installation aus alten Wanderschuhen vorbei, die Besucher hier zurückgelassen haben. Der blau markierte Weg ist Teil des Europäischen Fernwanderwegs E3; ein kurzer Pfad zweigt ab und führt sanft auf die flache, mit Fichten bewachsene Kuppe.
Die Markierungen im Bober-Katzbach-Gebirge sind nicht überall so gut wie im Riesengebirge – eine Offline-Karte auf dem Handy hilft.
Für Gipfelsammler auf jeden Fall. Alle anderen verbinden den kurzen Aufstieg am besten mit weiteren Zielen. Die schönsten Ausblicke hast du von den Wiesen am Pass: Bei klarer Sicht erkennst du das Riesengebirge mit der Schneekoppe (Śnieżka) und den Landeshuter Kamm (Rudawy Janowickie). Geologisch ist der Berg spannend: Er besteht aus Phylliten, Marmor und Grünschiefern, entstanden aus Meeressedimenten und untermeerischen Vulkanausbrüchen. Ein Großteil des Gebirges gehört zum Geopark „Land der erloschenen Vulkane“ (Kraina Wygasłych Wulkanów), seit 2024 UNESCO-Geopark.
Die Runde ist für Kinder und Hunde (an der Leine) geeignet, für Kinderwagen dagegen nicht. Frühling und Herbst bieten die klarste Sicht.
Der Zugang ist kostenlos und ganzjährig möglich, es gibt weder Kasse noch Öffnungszeiten (Stand: Oktober 2026). Am Gipfel gibt es keine Hütte und keine Toiletten – nimm Wasser mit. Bezahlt wird in der Region in Złoty (PLN), Karten werden in Geschäften meist akzeptiert.
Wenige Kilometer südlich warten im Landeshuter Kamm die Granitfelsen von Sokolik und Krzyżna Góra. Nördlich liegen Wojcieszów mit seinen Kalkhügeln und Geopark-Aussichtspunkten, und auch die Burg Bolków (Bolkenhain) ist schnell erreicht.
Prüfe aktuelle Informationen vor dem Besuch.
Booking.com
Hotels, Pensionen und Apartments in der Nähe von Skopiec (Berg).
Affiliate-Link — wir können eine Provision für Buchungen erhalten.
Geprüft: Oktober 2026