Berge & Gipfel
Im Nordwesten der Rudawy Janowickie erhebt sich das Gebirge Góry Sokole — eine Gruppe aus Granitgipfeln und Felsen, benannt nach den Wanderfalken, die hier einst brüteten. Die zwei bekanntesten Gipfel sind der Sokolik (642 m) mit den Türmen Sokolik Duży und Sokolik Mały sowie die Krzyżna Góra (654 m), höchster Punkt der Gruppe, aufgebaut aus Riesengebirgsgranit mit Felswänden bis zu 50 Metern Höhe.
Als Prinz Friedrich Wilhelm Karl von Hohenzollern 1822 Karpniki kaufte, wurden in den Fels der Krzyżna Góra 120 Stufen gehauen, die zu einem geländertgesicherten Aussichtspunkt führen. Den heutigen Namen trägt der Berg nach dem sieben Meter hohen gusseisernen Kreuz, das Fürstin Maria Anna Amalie von Hessen-Homburg zum Gedenken an den Geburtstag ihres Mannes stiftete.
Unterhalb der Krzyżna Góra liegen die Reste der Burg Sokolec, die wohl in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts von Heinrich dem Bärtigen oder Heinrich II. dem Frommen errichtet wurde. In der Nacht vom 11. auf den 12. August 1434 brannten die Hussiten die Burg nieder, später ließ König Matthias Corvinus sie zerstören. Der Name der Hussitenfelsen erinnert an fliehende Hussiten, die in einen 20 Meter tiefen Abgrund gestürzt sein sollen. Am Fuß steht die Berghütte Szwajcarka von 1823, einst Forsthaus des Bruders des preußischen Königs.
Die Wanderung beginnt am gebührenpflichtigen Parkplatz am Karpnicka-Pass (20 PLN pro Tag im Jahr 2025): zu den Sokoliki sind es 2,2 km einfach, mit Abstecher zur Krzyżna Góra 3 km, insgesamt etwa 1,5 Stunden. Bis 1947 hieß das ganze Gebirge Łomnica-Gebirge, und 1800 besuchte es John Quincy Adams, der spätere Präsident der USA.
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