Paläste
Das Schloss Lomnitz ist eine barocke Residenz aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts im Lomnitztal, 5 km von Hirschberg entfernt, mit dem klassizistischen „Witwenhaus“ und einem denkmalgeschützten Gutshof daneben. Nach Jahren des Verfalls ist der Komplex als Hotel mit Restaurant wiederauferstanden — in der Hand einer Nachfahrin der Vorkriegseigentümer.
Das Gut Lomnitz wurde schon 1475 erwähnt; nacheinander gehörte es den Familien Zedlitz (bis 1654), Tomagnini (bis 1737) und dem Kaufmann Christian Mentzel aus Hirschberg. 1835 kaufte es Carl Gustav von Küster, und seine Familie blieb bis 1945 im Besitz. Das frühbarocke Herrenhaus mit Eckrisaliten wurde in den 1720er Jahren umgebaut — der Entwurf wird Martin Franz von Reveil zugeschrieben — und 1838–1844 nach Plänen von Albert Tollberg erneut gründlich verändert.
Nach 1945 übernahm der polnische Staat das Schloss. Bis 1977 beherbergte es eine Schule, danach stand das Gebäude leer und verfiel. 1992 kaufte es eine polnisch-deutsche Gesellschaft, und die Restaurierung begann. Heute führt Elisabeth von Küster den Komplex — eine Nachfahrin der Familie, die Lomnitz vor dem Krieg gehörte. Das Schloss hat seinen ursprünglichen Grundriss und große Fragmente von Wandmalereien aus dem 18. und 19. Jahrhundert bewahrt.
Im klassizistischen „Witwenhaus“ von 1803–1804 gibt es heute ein Hotel, ein Restaurant und ein Café, in den Wirtschaftsgebäuden eine Bäckerei, eine Schmiede und Läden mit Leinenwaren und regionalen Produkten. Das Dorf liegt an der Gabelung der Straßen nach Karpniki und Wojanów — das Schloss eignet sich damit bestens als Basis für die Schlosstour durch das Hirschberger Tal.
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