Gärten
Gleiwitz, Schlesien
Mitten in Gliwice (Gleiwitz), zwischen der Straße Sienkiewicza und der Stadtautobahn, liegt ein eingezäunter Park mit gusseisernen Löwen, einer über zweihundert Jahre alten Eiche und einem Palmenhaus in der Mitte. Der Fryderyk-Chopin-Park entstand Ende des 19. Jahrhunderts, als die rasch wachsende Industriestadt beschloss, sich als „Gartenstadt“ zu entwickeln. Jedes seiner Denkmäler hat eine eigene, oft überraschende Geschichte.
Zwischen 1810 und 1910 wuchs die Einwohnerzahl von Gleiwitz auf das 22-Fache, von knapp 3000 auf fast 67.000. Die Stadt setzte auf Grünflächen, und der ab 1880 angelegte Park zwischen der Klodnitz und dem Klodnitzkanal war ein zentraler Teil dieser Pläne. 1900 wurde er erweitert und ein Gärtnerhaus gebaut, 1901 kam der erste Brunnen hinzu, 1904 führte man aus Sicherheitsgründen eine Sperrstunde ein. Nach den Zerstörungen von 1945 wurde der Park 1948 wieder eröffnet.
Heute umfasst er 5,87 Hektar, im 19. Jahrhundert waren es rund 8 Hektar. Ein Stahlzaun und eine Hecke umgeben ihn, sechs Tore führen hinein.
Der Eintritt in den Park ist frei. Für einen Spaziergang zwischen den Denkmälern genügen eine halbe bis eine Stunde, wer tropische Pflanzen sehen will, plant zusätzlich Zeit für das Palmenhaus ein, das als eigene Attraktion betrieben wird. Durch den Park führt der Oberschlesische Randweg, der in Gliwice am Bahnhof beginnt und weiter zum Marktplatz verläuft.
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