Paläste
Über dem Tal der Barycz erstrecken sich in Żmigród die Ruinen der Residenz der Hatzfeldt, einer der reichsten Familien Schlesiens. Ihre heutige Gestalt verdankt das Ensemble dem Barockumbau der Jahre 1706–1708, den der Breslauer Architekt Christoph Hackner leitete. Die Geschichte des Ortes ist älter: Eine Burg wurde bereits 1296 erwähnt, im 14. Jahrhundert entstand hier eine steinerne Burg.
Das Geschlecht von Hatzfeldt riss die Befestigungen ab und erbaute in den 1680er Jahren ein Schloss mit der St.-Georgs-Kapelle; es brannte 1689 ab. Sein barocker Nachfolger hatte drei Flügel und zwei Geschosse, und 1762–1765 fügte man einen klassizistischen Sommerflügel mit der Großen Halle hinzu, die von einer Kuppel aus rotem Zinkblech gekrönt war. Im Januar 1945 brannte das Schloss nach dem Einmarsch der Roten Armee nieder; der zerstörte Südflügel wurde abgetragen.
Die Große Halle schrieb europäische Geschichte: Im Oktober 1813 berieten hier der preußische König Friedrich Wilhelm III., Zar Alexander I., Karl Johann Bernadotte sowie Gesandte Englands und Österreichs. Die Vereinbarungen, bekannt als Trachenberger Protokoll, trugen zur Niederlage von Napoleons Truppen bei Leipzig bei.
Ältestes Bauwerk des Ensembles ist der Turm von 1560, 1668 Sankt Maria Trauburg getauft — heute beherbergt er die Touristinformation, eine Ausstellung und eine Aussichtsterrasse. Die Ruinen wurden 2007–2008 gesichert, 2012 kam ein Spalier hinzu, das den fehlenden Flügel symbolisch zurückholt. In den Kellergewölben arbeitet ein Restaurant, daneben erstreckt sich ein englischer Landschaftspark des 18. Jahrhunderts mit chinesischem Häuschen und Teich. Zugang über die ul. Parkowa 1; kostenloser Parkplatz.
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