Paläste
Ein klassizistischer Palast an der Barycz, erbaut 1797–1798 nach einem Entwurf von Karl Geissler für Joachim Karl von Maltzan, diente der Familie Maltzan bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs. Heute beherbergt er eine Forstschule, doch Hof und Park stehen den Besuchern offen.
Der Bau erinnert an die Potsdamer Residenzen Sanssouci und Neues Palais. Im Inneren haben sich ein ellipsenförmiger Ballsaal mit hölzernen ionischen Säulen sowie die Ausstattung benachbarter Säle erhalten. Der Wappenhof birgt steinerne Wappen — unter anderen der Familien von Kurzbach und Maltzan —, die aus der älteren Burg hierher versetzt wurden, während das Tor von 1844 mit Figuren von badenden Nymphen, Daphne und Leda mit dem Schwan geschmückt ist. Der Brunnen mit Flachreliefs folgt einem Entwurf von Cornelia Paczka-Wagner aus dem Jahr 1929.
1909 wurde im Palast Maria von Maltzan geboren — Tierärztin und Schriftstellerin, die ab 1933 im Widerstand gegen das NS-Regime wirkte: Sie versteckte verfolgte Juden in Berlin und besorgte für sie falsche Papiere. Dafür erhielt sie die Medaille Gerechte unter den Völkern; ihr Schicksal schildert der Film „Hidden”.
Nach 1945 beherbergte der Palast eine Kommandantur der Roten Armee, später zog die Forstschule ein. Um ihn erstreckt sich ein englischer Park mit den Ruinen der mittelalterlichen Burg, und am Eingang steht eine bunte Karpfenfigur — eine Station des Bunten Karpfenwegs im Bartschtal.
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