Landschaftsparks
Policko, Großpolen
Der Warthe-Landschaftspark (Nadwarciański Park Krajobrazowy) gehört zu den besten Vogelbeobachtungsgebieten Polens. Er schützt das breite Urstromtal der Warthe zwischen den Kleinstädten Pyzdry (Peisern) und Ląd im Osten Großpolens. Hier gibt es keine Kasse und kein Museum, dafür eine Flusslandschaft mit Mäandern, Altarmen und Feuchtwiesen, die fast jedes Frühjahr überflutet wird. Für einen Tag mit Fernglas, Fahrrad oder Kajak lohnt sich die Fahrt.
Der Park wurde 1995 gegründet und umfasst 13.428 Hektar. Im selben Jahr stufte BirdLife International das Tal als global bedeutsames Vogelgebiet ein; fast die gesamte Fläche gehört heute zum Netz Natura 2000. Nachgewiesen wurden rund 230 Vogelarten, mehr als 150 davon brüten hier. Wappentier des Parks ist der Kiebitz, Weißstörche siehst du in fast jedem Dorf.
Entscheidend ist das Wasser: Die Warthe ist hier nur teilweise reguliert und tritt regelmäßig über die Ufer. So entstehen Altwasser, Röhrichte und nasse Wiesen. Die Kehrseite: Manche Wege stehen wochenlang unter Wasser. Entwässerung und veränderte Wiesennutzung haben vor allem den Watvögeln geschadet, die Parkverwaltung setzt sich gezielt für ihren Schutz ein.
Die Verwaltung der Landschaftsparks Großpolens (ZPKWW) beschreibt drei Lehrpfade:
Plane für eine Route zwei bis vier Stunden ein. Die Beschilderung ist polnisch, eine Karten-App hilft.
Durch den Park führt die Wasserroute der Großen Schleife Großpolens mit Anlegestellen in Ląd und Pyzdry. Beliebt ist die Strecke von Ląd flussabwärts nach Pyzdry; Kajaks verleihen die Anlegestellen und Anbieter in Dłusk. Die Strömung ist ruhig, achte aber auf Sandbänke und die Seilfähre in Ciążeń. Eine Schwimmweste gehört immer dazu.
Am meisten ist während des Frühjahrszugs und der Überschwemmungen von etwa März bis Juni los. Die Verwaltung weist darauf hin, dass man einen Großteil des Jahres Gummistiefel braucht und manche Abschnitte zeitweise unpassierbar sind. Bei Hochwasser sind die Stationen 8–10 des Pfads in Ląd nicht erreichbar; starte dann an der Kirche in Lądek. Nimm Fernglas, wasserfeste Schuhe und Proviant mit und halte Abstand zu Brutkolonien.
In Ląd steht eine ehemalige Zisterzienserabtei, deren Geschichte bis ins 12. Jahrhundert zurückreicht. In den 1720er-Jahren baute sie der Architekt Pompeo Ferrari um; besonders wertvoll ist das Oratorium des heiligen Jakobus mit Wandmalereien aus der Zeit um 1370. Pyzdry, einst eine der wichtigsten Städte Großpolens, liegt auf einer hohen Böschung über der Warthe. Das örtliche Museum besitzt eine seltene Windmühle holländischen Typs.
Teren otwarty, dostępny przez cały rok; przy wysokim stanie Warty części ścieżek bywają zalane.
Wstęp wolny
Zespół Parków Krajobrazowych Województwa Wielkopolskiego, ul. Piekary 17, 61-823 Poznań (biuro zarządcy)
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Geprüft: Oktober 2026